Samstag, 9. Januar 2010

Dämliche Printer-Promotion bei Apple

Wer zur Zeit (bis 26. Januar 2010) bei Apple einen Mac und einen der ausgewählten Drucker kauft, kriegt 100 Stutz zurück erstattet. Promo nennt Apple das. Und das geht so:

Die 100 Franken werden zurück erstattet. Nicht etwa direkt beim Kauf angerechnet oder als Rabatt weiter gegeben. Der Käufer muss nachträglich sozusagen seine Ermässigung beantragen, in dem er die Belege, die den zeitgleichen Kauf eines Mac und Druckers beweisen, einschickt.


Dazu füllt man ein Formular mit seinen persönlichen Angaben aus (darum geht’s ja im Endeffekt wohl auch). Ausserdem gibt man die Quittungs-Nummer ein. Clever, dachte ich mir, damit ist schon klar, ob Drucker und Mac gleichzeitig gekauft wurden und um welches Modell etc. es sich handelt. Denn die Seriennummer ist da mit drauf. Am Ende des Prozesses bestätigt man die Infos nochmals, ehe sie online übermittelt werden. Typisch Apple, dachte ich mir: Einfach und schnell. Doch oha…


Die dann folgende Übersichtsseite teilt mir mit, dass mit dem Online-Absenden erst der kleine Teil erledigt ist. Ich muss zusätzlich die Übersichtsseite ausdrucken, eine Kopie des Kaufbeleg beilegen und die Barcode-Kleber auf iMac- und Drucker-Verpackung ausschneiden. Die schöne und für Umzugsaktionen nützliche Kartonschachtel des iMacs ist damit unbrauchbar geworden. Danke!

Alle diese Unterlagen zusammen in einen Umschlag gesteckt, muss ich nun einschicken. An eine Adresse in… England. Ein ziemlich grosser Aufwand, um mir die in der Promotion versprochenen 100 Franken zurück zu holen. Und es bleibt der Eindruck, dass das gewollt ist und sich damit Apple doch bei einigen Kunden die 100 Franken sparen kann. Auch ich war kurz davor, mit einem “Leckt mich doch…” die 100 Franken abzuschreiben.

Diese von Apple beauftragte Firma namens ‘Perfect Companion’ hat nun seit einer Stunde meine Online-Daten. Anhand der Belegsnummer liesse sich eindeutig ermitteln, welchen Drucker und iMac ich gekauft habe, wann und wo. Mit den per Post geschickten Infos kommt kein Komma mehr Info zu denen.

Ich dachte eigentlich, ich würde mich abreagieren, indem ich darüber schreibe. Aber ich nerve mich immer mehr über dieses total bescheuerte Vorgehen. Man bedenke, wir sprechen von einhundert Franken und sind im 21. Jahrhundert. Allein die Abwicklung der per normaler Post eingereichten Papier-Unterlagen dürfte mehr kosten.

Das passt nicht zu dem, was Apple sonst auszeichnet.

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