Samstag, 30. Dezember 2017

So schafft jeder den Zauberwürfel

Ein paar freie Tage und ein Ziel vor Augen, eine gute Ausgangslage, um etwas Neues zu lernen. Ich kann mittlerweile tatsächlich den Zauberwürfel (auch Rubik's Cube genannt) auswendig - also ohne Spick - lösen. Und das auch innert nützlicher Frist, in neun von zehn Fällen unter fünf Minuten. Eine respektable Leistung, wie ich meine.

Die gute Nachricht für dich (falls du den Zauberwürfel noch nicht lösen kannst): Wenn ich es schaffe, dann schafft es jede und jeder. :-)

Aber wie? In meinem letzten Post habe ich bereits geschrieben, dass YouTube zwar voller sogenannter Tutorials zum Zauberwürfel ist, mir persönlich aber keiner der Clips wirklich auf die Sprünge half.

Irgendwann bin ich bei der weiteren Suche auf die Webseite von Stefan Pochmann gestossen. Der Deutsche trat im November 2011 in "Wetten, dass..." auf und löste einen Zauberwürfel blind unter Wasser. Das Video dazu gibt's am Ende dieses Textes.


Und dieser Stefan Pochmann hat auf seiner uralten Website (Stand: 2011) einen Lösungsweg als PDF. Mit wenig Erklärungen, aussagekräftigen Grafiken und natürlich der Angabe der nötigen Algorithmen. Das PDF entspricht einem A4-Blatt. Und also solches habe ich es mir ausgedruckt und anschliessend in Plastik laminiert, damit ich's auch nach ein paar Tagen noch lesen kann.

Mit Zauberwürfel und diesem Spick habe ich mich nun immer wieder hingesetzt und den Würfel gelöst. Anfangs völlig ohne etwas auswendig lernen zu wollen. Obwohl ich es nur dank dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung schaffte, war mein Grinsen vermutlich ziemlich breit, als der Würfel erstmals komplett wieder vor mir lag.

In einem nächsten Schritt habe ich dann angefangen, einen Algorithmus um den anderen auswendig zu lernen. Dabei habe ich mich pro Tag auf einen konzentriert und diesen dann 20, 30 und die komplizierteren gar 50 Mal hintereinander ausgeführt. Bei den ersten beiden Algorithmen ist das noch recht einfach (die habe ich auch am selben Tag gelernt), weil der zweite den ersten beinhaltet.

Der dritte Algorithmus war auch noch easy. Er entspricht dem ersten, einfach mit je einem Move vor und nach dem bereits bekannten Algorithmus. Ab hier wird's lediglich anspruchsvoller, den Würfel auch richtig zu halten, wenn man den Algorithmus ausführt.

Die restlichen drei Algorithmen habe ich dann auch jeweils an einem Tag gelernt*. Am meisten Mühe hatte ich mit den beiden letzten, die sind schon etwas länger und komplexer. Ausserdem ist das richtige Halten wichtig, sonst macht man's ewig.

Beim Üben der Algorithmen war es für mich wichtig, dass ich die bisher gelernten Abläufe immer auch repetierte. Und mir half es beim Einprägen, den Bewegungen Geräusche zuzuordnen. Das klang dann bei mir ungefähr so: Rechtskurve, Rechtskurve, schwupp, Mitte rauf, schwupp-schwupp, Mitte runter, schwupp, Rechtskurve, Rechtskurve.

Klingt bescheuert, wenn man's laut vor sich her sagt beim Drehen, hilft's aber beim Einprägen.

Und jetzt wünsche ich denen viel Spass und Erfolg beim Lernen, die den Zauberwürfel auch endlich lösen wollen.




*) Ich habe natürlich nicht jeweils einen ganzen Tag mit diesen Algorithmen verbracht, so viel Freizeit habe ich nicht. Eine Stunde pro Tag und Algorithmus reicht im Schnitt, würd' ich mal sagen. Bei den ersten werden die meisten weniger brauchen, bei den letzten zwei vielleicht etwas mehr.

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