Dienstag, 6. Dezember 2016

Fehler entdeckt und deswegen verurteilt

Nun, wir kennen nicht die ganze Geschichte. Aber angeblich soll ein Journalist in der Westschweiz wegen Umzugs zweimal die Abstimmungsunterlagen erhalten haben, einmal an den alten und einmal an den neuen Wohnort.

Er versuchte (aus Neugierde?) zweimal abzustimmen und war (angeblich) erstaunt, dass das System seine Doppelstimme akzeptierte. Daraufhin meldete er (angeblich) den Fehler und wurde kurz darauf angezeigt wegen Wahlbetrug und verurteilt.

Die paar hundert Franken Busse und Verfahrenskosten dürften nicht sonderlich wehtun, zumal die wohl sein Arbeitgeber, das Westschweizer Fernsehen, übernimmt. Da hat der Herr nämlich zum Thema einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht.

Ich wundere mich im ersten Moment darüber, dass die Schweiz lieber jemanden verurteilt statt dafür zu belohnen, dass er einen Fehler aufdeckte. Aber wie gesagt, die ganze Geschichte kennen wir nicht.

Vielleicht hätte der schlaue Journalist eine Verurteilung verhindert, wenn er einmal auf JA und einmal auf NEIN gestimmt und damit seine doppelte Stimme quasi selber obsolet gemacht hätte. Vielleicht.

Auf jeden Fall find' ich's schon etwas übertrieben, wegen einer Stimme zu viel das Ganze als "Wahlbetrug" zu bezeichnen. Lächerlich.

Quelle: http://www.inside-it.ch/articles/45879

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