Sonntag, 13. September 2015

Peinliche Medien

Wir können schon stolz sein auf unsere Medienlandschaft. Hier darf noch geschrieben werden, was man will und denkt. Auch wenn's der grösste oder kleinste Stuss ist.

Mit dem Begriff "jemanden vor Gericht ziehen" ist üblicherweise gemeint, dass man gegen die betreffende Person Klage erheben will, weil sie sich in den Augen des Klägers in irgendeiner Form schuldig gemacht hat.

Das ist im Fall von Roger Köppel aber nicht der Fall. Hier geht es lediglich darum, dass Köppel offenbar in einem Schriftsatz den Roger Schawinski als Zeugen aufgeführt hat.

Natürlich liest sich ein reisserischer Titel besser, insbesondere wenn einer der Protagonisten gerade im Wahlkampf ist.

Wie auch immer, auf jeden Fall beweisen die Zeitungen mal wieder deutlich, dass sie nicht mehr viel mehr machen, als Agenturmeldungen zu rezitieren. Da stellt sich schon die Frage, warum wir noch so viele Zeitungen haben, wenn sie doch alle den gleichen Inhalt liefern und sich häufig nicht mal darum bemühen, diesen in eigene Worte zu fassen.

Ja, ich weiss, dass einzelne Zeitungen aus gleichem Haus kommen. In Zeiten des Internets für mich aber mehr und mehr unverständlich, dass man mehrere Gefässe mit weitestgehend gleichem Inhalt am Leben erhalten kann und will.

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