Donnerstag, 19. März 2015

Parallels verarscht die Schweizer

Das Blog hier verkommt langsam zum Lästermaul. Das ist eigentlich nicht das Ziel. Aber manche Dinge müssen einfach gesagt sein. Und eines vorweg: Auch wenn ich hier meinen Ärger gegen Parallels kundtue, sei gesagt, dass die beileibe nicht die einzigen sind, die Währungsvorteile lieber einsacken als denen zu geben, denen sie zustehen.

Der Newsletter mit konkretem Bundle-Angebot schien verlockend. Für EUR 49.99 kriegt man zusätzlich zu Parallels noch ein ganzes Paket an Tools, die ansonsten z.T. allene schon so viel kosten. Dass ich kürzlich Snapit schon fast gekauft hatte, war der Hauptgrund, weshalb ich mich von diesem Angebot überzeugen liess. Klick, schon ist man im Shop.


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Und man staune: Aus knapp fünfzig Euro sind innert Sekunden 70 Franken geworden. Wow, da hat wohl jemand den Euro-Franken-Kurs noch nicht mitbekommen. Also bezahle ich schon lieber in Euro. Der Parallels-Shop bietet die Funktion auch an, mit zwei Klicks hat man eine beliebige Währung gewählt, so auch Euro. Doch, o Wunder:

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Jetzt gilt scheinbar plötzlich nicht mehr der Euro-Preis, der im Newsletter angepriesen wird, sondern es wird vom ursprünglich im Shop angezeigten Franken-Betrag aus umgerechnet. Und siehe da, hier gilt dann auf wundersame Weise ein realitätsnaher Euro-Franken-Kurs.

Da wird doch der Verdacht wach, man werde als Schweizer einfach abgezockt. Für das gleiche Produkt, für das im Euro-Raum knapp 50 Euro bezahlt werden muss, blättert der Schweizer mal eben über 17 Euro mehr hin. Das ist mehr als ein Drittel Aufpreis, der in meinen Augen auf keine Weise gerechtfertigt ist.

Eine Anfrage bzw. Reklamation beim Support hilft da leider auch nicht weiter. Die Antworten, die von da kommen, lassen darauf schliessen, dass die Mitarbeiter da entweder dumm sind, sich schlicht nicht dafür interessieren, sich in das Anliegen einzudenken oder klare Order haben, ungeachtet der gestellten Fragen eine Standard-Antwort zu senden.

Man empfiehlt mir einfach, in der Landeswährung zu zahlen. Bravo. Und man weist darauf hin, dass je nach Region halt noch Steuern drauf sein könnten. Bravo. Von Steuern steht schon mal gar nichts im Online-Shop. Und wenn, dann müsste ja die deutsche MWST wegfallen.

Ein Räuspern reicht da schon nicht mehr, da muss ein kräftiges Kopfschütteln her.

Und abschliessend sei gesagt: Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass das angebotene Bundle auch für knapp 70 Franken noch attraktiv ist. So gesehen geht es mir hier weniger um den Betrag an sich, sondern um die Art, wie mit Schweizer Kunden umgegangen wird. Wenn ich ein Angebot erhalte für 50 Euro, dann habe ich ein Recht darauf, für dieses Angebot 50 Euro und nicht 70 Euro zahlen zu müssen.

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