Dienstag, 17. März 2015

Ich und Orange? Nein, danke!

Es ist mittlerweile über zehn Jahre her. Ich wechselte meinen Job, war vermehrt im Aussendienst tätig und brauchte ein zusätzliches Mobiltelefon für die geschäftlichen Zwecke. Damals hab' ich mir im Media Markt Dietlikon die Modelle angeschaut und die Tarife zeigen lassen. Mein Entscheid fiel auf Orange, der Media Markt-Angestellte füllte die Formulare aus und wollte sich den Vertrag freigeben lassen von Orange.

Doch der Orange-Sachbearbeiter wies auf eine angebliche Betreibung hin, die gegen mich laufen würde. In Kenntnis meiner finanziellen Situation wusste ich, dass das nicht stimmte, was ich dem Media Markt-Angestellten auch mitteilte. "So etwas wäre mir aufgefallen. Da muss es sich um einen Irrtum handeln."

Nach einigem Hin und Her hatte ich schliesslich den Orange-Mann selber am Draht. "Hören Sie, ich habe keine Betreibungen und noch nicht einmal Mahnungen. Egal woher Sie die Information haben, sie ist falsch." Weiteres Hin und Her, er hätte seine Anweisungen und ich könne ja alles behaupten. Schliesslich stehe in dieser Kreditabfrage-Datenbank nicht irgendwas!

Gefährlich, wenn man dem Kunden etwas unterstellt. Meine abschliessenden Worte waren sinngemäss: "Wissen Sie, wenn das hier jetzt nicht klappt, werde ich den Vertrag bei einem anderen Anbieter abschliessen und Orange wird mich für die nächsten Jahre sicher nie sehen."

Wie gesagt, das ist gut zehn Jahre her. Zehn Jahre, in denen ich genussvoll jede Orange-Werbung entsorgte, jeden Orange-Promoter abwies und jeden Orange-Flyer mitnahm, um ihn im nächsten Abfalleimer zu entsorgen. Letzeres ist etwas kindisch, aber ich will damit auch nur zeigen, wie doch einige Orange-Werbefranken an mir abprallten, wegen eines einzelnen, doofen Ereignisses. Dem damaligen Orange-Mitarbeiter ist das selbstverständlich scheissegal. Aber der hat sich seine Weisungen ja auch nicht selber geschrieben.

Die Betreibung hat sich natürlich tatsächlich als Irrtum herausgestellt. Ein Online-Shop hat eine Rechnung von zurück gelieferten Waren fälschlicherweise nicht storniert und an ein Inkasso-Büro weiter gegeben. Von denen kam dann auch der Eintrag in der Kreditabfrage-Datenbank.

Nun, heute lese ich auf 20min davon, dass Orange einige seiner Abos als "unlimitiert" anpreist, in Tat und Wahrheit damit aber lediglich meint, dass ein Normalbenutzer sozusagen unlimitiert telefoniert. Ein Normalbenutzer kommt gemäss Orange niemals auf 50 Gesprächsstunden, also ist das Abo mit 50 h Gesprächsguthaben quasi unlimitiert, so die Argumentation von Orange.

Ich glaube, auch die nächsten zehn Jahre brauche ich kein Orange.

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