Donnerstag, 12. Februar 2015

Bitcasa: Absolut ungenügend!

Bitcasa versprach einst unbegrenzten Speicher für 99 Dollar pro Jahr. Nach ein paar wenigen Jahren hat man sich das in der Bitcasa-Chefetage anders überlegt: Für diesen Betrag soll es nur noch 1 TB geben. Immer noch viel Speicherplatz, aber halt schon alles andere als unlimitiert.

Dann kam Ende letzten Jahres ein Systemwechsel. Die Kunden mögen ihre Daten selber aufs neue System migrieren. Da hatte ich schon gestaunt, dass die das nicht selber können. Aber mit wenigen Klicks war das getan, also hab' ich mir nichts weiter dabei gedacht. Hätte ich aber sollen.

Zwei Monate später wollte ich nun auf die Daten zugreifen. Fehlanzeige. Keine einzige Datei lässt sich komplett runterladen. Obschon eine Filmdatei zum Beispiel mit 800 MB Grösse angezeigt wird, meldet das System nach 4 MB, der Download wäre abgeschlossen.

Eine Meldung an den Support brachte statt Hilfe schiere Verzweiflung. Lange Rede, kurzer Sinn: Da ging bei der Migration etwas schief, meinte der Supporter. Die Daten können nicht wieder hergestellt werden. Es existiert kein Backup des alten Systems. Totalverlust.

Natürlich hatte ich von einigen Daten anderswo eine Sicherungskopie (oder besser andersrum, Bitcasa war sozusagen die Sicherungskopie). Doch ein paar Dateien habe ich im Übermut oder Leichtsinn tatsächlich nur bei Bitcasa gespeichert. Das war's dann wohl.

Ich fasse zusammen: Sicherheit und Cloud passen nicht zusammen. Wenn der Cloud-Anbieter dicht macht, nicht mehr kann oder will, sind deine Daten weg.

Und: Wenn du deine Daten einer Cloud anvertraust, dann lass es nicht Bitcasa sein. Wenn die nicht einmal bei einem derart eingreifenden Systemwechsel ein Backup behalten, kann ich wohl davon ausgehen, dass denen Sicherheit nicht ganz so wichtig ist.

Und offenbar gab es schon vor dem Systemwechsel diverse Kunden, die ihre Daten verloren. Bedauerlicherweise habe ich davon erst im Nachhinein erfahren.

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