Donnerstag, 17. September 2015

Die gute alte Papier-Zeit

Seit etlichen Jahren führe ich meinen Terminkalender in GoogleCalendar. Und ich möchte die Vorteile nicht mehr missen: Zugriff von unterwegs an jedem Browser, einfachste Synchronisation mit Smartphone und Geschäftscomputer, jederzeit den Überblick über die Termine von mir, meiner Frau und den Kids.

Trotzdem: Wenn ich solche Bilder sehe, denke ich schon etwas wehmütig an die gute alte Zeit der Papier-Terminkalender zurück. Das hatte einfach hundertmal mehr Stil, man hatte etwas angenehmes in der Hand, arbeitete viel intuitiver und kreativer, und ein Termin war - das muss man einfach zugeben - viel schneller notiert als man das mit einem Smartphone machen kann.

Solche liebevoll gestaltete und hergestellte Papierplaner sind einfach ein schöner Anblick.

Quelle: x47.com)

Sonntag, 13. September 2015

Peinliche Medien

Wir können schon stolz sein auf unsere Medienlandschaft. Hier darf noch geschrieben werden, was man will und denkt. Auch wenn's der grösste oder kleinste Stuss ist.

Mit dem Begriff "jemanden vor Gericht ziehen" ist üblicherweise gemeint, dass man gegen die betreffende Person Klage erheben will, weil sie sich in den Augen des Klägers in irgendeiner Form schuldig gemacht hat.

Das ist im Fall von Roger Köppel aber nicht der Fall. Hier geht es lediglich darum, dass Köppel offenbar in einem Schriftsatz den Roger Schawinski als Zeugen aufgeführt hat.

Natürlich liest sich ein reisserischer Titel besser, insbesondere wenn einer der Protagonisten gerade im Wahlkampf ist.

Wie auch immer, auf jeden Fall beweisen die Zeitungen mal wieder deutlich, dass sie nicht mehr viel mehr machen, als Agenturmeldungen zu rezitieren. Da stellt sich schon die Frage, warum wir noch so viele Zeitungen haben, wenn sie doch alle den gleichen Inhalt liefern und sich häufig nicht mal darum bemühen, diesen in eigene Worte zu fassen.

Ja, ich weiss, dass einzelne Zeitungen aus gleichem Haus kommen. In Zeiten des Internets für mich aber mehr und mehr unverständlich, dass man mehrere Gefässe mit weitestgehend gleichem Inhalt am Leben erhalten kann und will.

Samstag, 28. März 2015

Unverletzt verletzt

20min online berichtet über einen Automobilisten, der einem Zöllner aus Versehen gleich zweimal über den Fuss fährt. Zum Glück ohne physische Folgen: 


Kann jemand tatsächlich wegen Körperverletzung angezeigt werden, wenn er gar niemanden verletzt hat?

Donnerstag, 19. März 2015

Was soll das?!


Parallels verarscht die Schweizer

Das Blog hier verkommt langsam zum Lästermaul. Das ist eigentlich nicht das Ziel. Aber manche Dinge müssen einfach gesagt sein. Und eines vorweg: Auch wenn ich hier meinen Ärger gegen Parallels kundtue, sei gesagt, dass die beileibe nicht die einzigen sind, die Währungsvorteile lieber einsacken als denen zu geben, denen sie zustehen.

Der Newsletter mit konkretem Bundle-Angebot schien verlockend. Für EUR 49.99 kriegt man zusätzlich zu Parallels noch ein ganzes Paket an Tools, die ansonsten z.T. allene schon so viel kosten. Dass ich kürzlich Snapit schon fast gekauft hatte, war der Hauptgrund, weshalb ich mich von diesem Angebot überzeugen liess. Klick, schon ist man im Shop.

Dienstag, 17. März 2015

Ich und Orange? Nein, danke!

Es ist mittlerweile über zehn Jahre her. Ich wechselte meinen Job, war vermehrt im Aussendienst tätig und brauchte ein zusätzliches Mobiltelefon für die geschäftlichen Zwecke. Damals hab' ich mir im Media Markt Dietlikon die Modelle angeschaut und die Tarife zeigen lassen. Mein Entscheid fiel auf Orange, der Media Markt-Angestellte füllte die Formulare aus und wollte sich den Vertrag freigeben lassen von Orange.

Doch der Orange-Sachbearbeiter wies auf eine angebliche Betreibung hin, die gegen mich laufen würde. In Kenntnis meiner finanziellen Situation wusste ich, dass das nicht stimmte, was ich dem Media Markt-Angestellten auch mitteilte. "So etwas wäre mir aufgefallen. Da muss es sich um einen Irrtum handeln."

Nach einigem Hin und Her hatte ich schliesslich den Orange-Mann selber am Draht. "Hören Sie, ich habe keine Betreibungen und noch nicht einmal Mahnungen. Egal woher Sie die Information haben, sie ist falsch." Weiteres Hin und Her, er hätte seine Anweisungen und ich könne ja alles behaupten. Schliesslich stehe in dieser Kreditabfrage-Datenbank nicht irgendwas!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Bitcasa: Absolut ungenügend!

Bitcasa versprach einst unbegrenzten Speicher für 99 Dollar pro Jahr. Nach ein paar wenigen Jahren hat man sich das in der Bitcasa-Chefetage anders überlegt: Für diesen Betrag soll es nur noch 1 TB geben. Immer noch viel Speicherplatz, aber halt schon alles andere als unlimitiert.

Dann kam Ende letzten Jahres ein Systemwechsel. Die Kunden mögen ihre Daten selber aufs neue System migrieren. Da hatte ich schon gestaunt, dass die das nicht selber können. Aber mit wenigen Klicks war das getan, also hab' ich mir nichts weiter dabei gedacht. Hätte ich aber sollen.

Zwei Monate später wollte ich nun auf die Daten zugreifen. Fehlanzeige. Keine einzige Datei lässt sich komplett runterladen. Obschon eine Filmdatei zum Beispiel mit 800 MB Grösse angezeigt wird, meldet das System nach 4 MB, der Download wäre abgeschlossen.

Eine Meldung an den Support brachte statt Hilfe schiere Verzweiflung. Lange Rede, kurzer Sinn: Da ging bei der Migration etwas schief, meinte der Supporter. Die Daten können nicht wieder hergestellt werden. Es existiert kein Backup des alten Systems. Totalverlust.

Natürlich hatte ich von einigen Daten anderswo eine Sicherungskopie (oder besser andersrum, Bitcasa war sozusagen die Sicherungskopie). Doch ein paar Dateien habe ich im Übermut oder Leichtsinn tatsächlich nur bei Bitcasa gespeichert. Das war's dann wohl.

Ich fasse zusammen: Sicherheit und Cloud passen nicht zusammen. Wenn der Cloud-Anbieter dicht macht, nicht mehr kann oder will, sind deine Daten weg.

Und: Wenn du deine Daten einer Cloud anvertraust, dann lass es nicht Bitcasa sein. Wenn die nicht einmal bei einem derart eingreifenden Systemwechsel ein Backup behalten, kann ich wohl davon ausgehen, dass denen Sicherheit nicht ganz so wichtig ist.

Und offenbar gab es schon vor dem Systemwechsel diverse Kunden, die ihre Daten verloren. Bedauerlicherweise habe ich davon erst im Nachhinein erfahren.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Apple in Sachen Logistik drittklassig

Apple ist hervorragend, was Design angeht. Apple ist stark, was Software angeht. Apple ist super, was Innovation angeht. Apple ist Scheisse, was Logistik angeht.

Am 22. Dezember habe ich mir online einen iMac konfiguriert und bestellt. Kurz vor Weihnachten, das war mir klar, wird's wohl ein paar Tage länger dauern, bis die Kiste bei mir steht.

Am 30. Dezember erhalte ich die Versandbenachrichtigung von Apple: "Ihre Bestellung ist unterwegs." Wird da zumindest behaupten. Nur: Wohin unterwegs?

Ebenfalls am 30. Dezember, kurz nach der E-Mail, erhalte ich eine SMS: "Gute Nachrichten. Ihre Artikel wurden versandt und kommen am oder vor dem 8. Januar an."

Deutlich, oder? Spätestens heute müsste die Ware bei mir sein. Denkste!

Bis heute Mittag stand das auch so im Tracking-System, in dem man den Status seiner Lieferung überprüfen kann. Nach dem Mittag stand plötzlich: Lieferung 12. Januar 2015

Auf Anfrage teilt mir der Spediteur mit: "Wir haben die Ware erst heute von Apple erhalten." Damit ist dann auch die Frage von weiter oben beantwortet, wohin die Ware unterwegs ist: Zum Spediteur.

Die Tatsache, dass es so lange dauert, bis ein online konfigurierter Computer beim Kunden ist, ist schon eher schwach. Dass aber noch Informationen zum Liefertermin verschickt werden, die nicht korrekt sind, obschon sowas heute fast überallhin recht genau gesagt werden kann, ist schlicht und ergreifend einfach schwach. Drittklassig halt.

Es könnte einem echt verleiden. Besonders, wenn man sich im Geschäft abgemeldet hat, um auch sicher zu Hause zu sein wenn der Kurier kommt.

Aber ich hätte es ja ahnen können.


Sonntag, 4. Januar 2015

Meine Musik 2014: Teil 2 - Lieder

Eigentlich sagt diese Liste nicht sehr viel aus, sie bestätigt lediglich das, was in der Interpreten-Übersicht schon zum Vorschein kam: Der Hardrock überwiegte 2014 eindeutig. Und das ist auch gut so.

Ich geh' darum gar nicht weiter auf diese Liste ein, erwähne dafür noch nachträglich, warum bei der Interpreten-Übersicht ausgerechnet auf dem ersten Platz mit deutlichem Abstand eine Band auftaucht, die so eigentlich nicht ins übrige Konzept zu passen scheint: Wise Guys.

Die fünf Jungs aus Deutschland sind eine Acappella-Band erster Güte. Ich kenne die Band aufgrund eines Zufalls schon etwa zwei, drei Jahre, hatte aber noch nie die Gelegenheit, die Musiker live zu erleben. Im Herbst 2014 war's dann in Zürich so weit. Ein Wort genügt, um den Auftritt der Formation zu beschreiben: Genial.

Wer Humor hat, gerne Musik hört und die Möglichkeit bekommt, der sollte sich die Wise Guys unbedingt mal live antun. Zwei Stunden köstliche Unterhaltung auf musikalisch äusserst hohem Niveau. Unglaublich, was die zu fünft rein mit ihren Stimmen und der Technik für einen satten Sound hinbekommen.

Samstag, 3. Januar 2015

Meine Musik 2014: Teil 1 - Interpreten

Es war bereits das zweite volle Jahr, in dem mir alleine Spotify die Musik des täglichen Konsums lieferte - abgesehen von ein paar wenigen Autofahrt-Stunden, in denen ich Radio hörte. Die Liste zeigt ziemlich deutlich meinen Musikgeschmack: Es überwiegen eindeutig die Glam-Hardrock-Bands wie Krokus, Gotthard, Fair Warning oder Last Autumn's Dream. Melodiös und hart - das ist mein Lieblingsmix. In meinen Top 25 des Jahres 2014 kommen einige Vertreter dieses Genres vor.

Weitere Stil-Favoriten sind für mich Country-Rock, Reggae und halt die eine oder andere softigere Formation wie Pegasus, Myron oder Badfinger. Letztere habe ich übrigens erst 2014 entdeckt und schätzen gelernt. Wer die noch nicht kennt, aber den Beatles-Sound mag, sollte sich das auch reinziehen.