Samstag, 10. August 2013

Oprah Winfrey und die Handtasche

Ha, endlich hat die Schweiz ihren waschechten internationalen Skandal. Einen Täschligate. Dank Oprah Winfrey.

Ist ja total bescheuert, wie eine amerikanische Tratschtante (oder wie übersetzt man Talkmasterin korrekt?), die zufällig schwarz, recht bekannt und stinkreich ist mit einem ebenso bescheuerten Thema tagelang die internationalen Medien manipulieren kann. Und von Manipulation muss man da ja wohl sprechen, denn letztlich geht's der Dame ja nur darum, dass sie wieder mal im Medienlicht ist. Das gibt Medienpräsenz. Das gibt hier und da ein Interview. Und weil sie wohl kaum kostenlos Interviews gibt, gibt's Geld.

Das ist vielleicht dann auch der Grund für das Getue: Sie braucht Geld. Um sich das Täschli zu kaufen. Ein Täschli, das so aussieht, wie... ein Täschli halt aussieht. Aber so viel kostet wie ein Mittelklassewagen. Gut sind wir Schweizer ein Volk frei von Neid. Sonst hätte Frau Winfrey da noch einen Haufen Sympathie verspielen können.

Rekapitulieren wir nochmals: Frau Winfrey wird ihrer Meinung nach in einem Laden schlecht bedient. Etwas, das mir gefühlte hundert Mal im Jahr passiert. Weil Frau Winfrey vermutlich nicht deutsch, die Verkäuferin aber vielleicht auch nicht perfekt englisch spricht, könnte es auch ein simples Missverständnis sein. Aber weil Frau Winfrey zufällig schwarz ist, führt sie das auf Rassismus zurück. Natürlich, was sonst? Intellektuell nicht grad eine Meisterleistung, diese Schlussfolgerung.

So, und jetzt kann das Thema bitte beendet werden. Eigentlich interessiert sich kein Mensch für diese Art von Problemen. Wir haben ein paar andere zu lösen, die wichtiger sind. Zum Beispiel wie wir die Mücken von der Frontscheibe wegbringen.

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