Freitag, 30. August 2013

Andreas Eschbach: Blackout

Vor längerer Zeit habe ich die online zur Verfügung gestellten Seiten des Eschbach-Romans "Blackout" gelesen und beschlossen, mal den ganzen Roman zu lesen. Heute bin ich damit fertig geworden. Natürlich habe ich nicht schon vor zwei Jahren, sondern erst vor zwei Wochen angefangen.

Eschbach macht in Blackout eine Gratwanderung: Auf der einen Seite durchaus vorstellbare zukünftige Technologien, auf der anderen dann doch Science Fiction.

Es geht um implantierte Chips, die die betroffenen Menschen verlinken, die Synergien der so verknüpften Gehirne nutzen und sich rasant schnell ausbreiten. Wer den Chip mal hat, verliert seine Individualität und geht auf in der sogenannten Kohärenz. Klingt etwas seltsam, wird aber einigermassen plausibel erläutert. Und wie gesagt, ein bisschen Science Fiction ist halt schon dabei.

Gerade wollte ich schreiben, dass dies ein toller Roman ist, ihm jedoch etwas der Tiefgang und Umfang fehlt.  Da gibt es schon die eine oder andere Stelle, die man etwas detaillierter hätte ausschmücken können. Und gut 250 Seiten sind auch nicht besonders grosszügig. Doch dann stelle ich fest, dass Blackout offenbar als Jugend-Roman zu verstehen ist. Oha.

Wenn mich (40 Jahre alt) ein Jugendroman genügend fasziniert, dass ich ihn zu Ende lese und nur Kleinigkeiten bemängle (nach Erwachsenen-Massstab), dann gibt's zu diesem Buch wohl nichts mehr zu sagen, ausser: Empfehlenswert! Für Jugendliche sowieso, aber auch Erwachsene finden darin Unterhaltung.

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