Freitag, 12. Juli 2013

iO vs. WhatsApp & Co

Als ich davon hörte, dass Swisscom einen Messenger-Dienst für Smartphones auf die Beine gestellt hat und der gratis sein soll, hab' ich mich gewundert, wo da der Sinn dahinter sein soll. Man will aber nichts verpassen, also hab' auch ich mir iO von Swisscom aufs iPhone geladen.

Nun beschwert sich die NZZ darüber, dass die Swisscom damit wirbt, alle Daten in der Schweiz zu haben, gleichzeitig aber an mindestens zwei US-Unternehmen Daten schickt zwecks Auswertung. Das seien zwar nur fragmentierte Daten, die keine Rückschlüsse lassen. Aber wer glaubt heute noch solchen Aussagen?

Was mich betrifft: Von mir aus sollen CIA, NSA und FBI alle meine Kurznachrichten und Emails mitlesen. Ich glaube sowieso nicht so recht daran, dass die überhaupt die Möglichkeiten und Ressourcen haben, das gesammelte Material jemals in eine auch nur halbwegs brauchbare Form zu bringen und den Überblick zu haben. Mir geht's um was ganz anderes.


Was mich an einem Messenger viel mehr (eigentlich ausschliesslich) interessiert: Wie viele meiner Kontakte nutzen den Dienst ebenfalls. Denn nur mit denen, die ihn auch nutzen, kann ich kommunizieren. Bei iO ist das aktuell nicht einmal 1%. Dem gegenüber stehen geschätzte 80% meiner Freunde und Familie, die WhatsApp nutzen oder via iMessage kostenlos erreichbar sind.

Da ist der Entscheid schnell gefällt, ob ich iO brauche oder nicht. Vielleicht kann mir dann mal jemand erklären, warum sich immer wieder ein neuer Anbieter mit einem Messenger-Dienst auf den Markt traut, ohne grundlegend etwas Neues zu bieten?

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