Mittwoch, 5. Juni 2013

Sechs Monate Spotify

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Apple mit dem iPod und vor allem den iTunes Store die Musikwelt komplett auf den Kopf gestellt. Anfangs belächelt und bestenfalls kopfschüttelnd zu Kenntnis genommen kommt heute kaum mehr ein Künstler oder Label ohne Vertretung auf iTunes aus.

Nachdem Apple auf ganz clevere Weise die Art, wie man Musik konsumiert und kauft, revolutioniert hat, hat die gleiche Firma die nächste Revolution scheinbar verschlafen. Zum Stichwort Streaming hat Apple absolut nichts überzeugendes zu bieten.

Vermutlich ist das der Grund, dass ich heute eben nicht bei Apple, sondern bei Spotify meine Musik beziehe. Im Flatrate-Angebot, so viel und was ich will. Und nach einem halben Jahr Musikkonsum ausschliesslich via Spotify kann ich sagen: Test bestanden.

Meine 250 GB grosse MP3-Sammlung existiert zwar noch auf einer ausgelagerten Festplatte. Angerührt habe ich sie aber seit Monaten nicht mehr. 80% davon finde ich sowieso auf Spotify. Und die restlichen 20%, ja, auf die verzichte ich halt.

Hatte ich anfänglich noch Bedenken, weil Bands wie Def Leppard, Dada Ante Portas und einige andere nicht auf Spotify verfügbar sind, kann ich heute sagen: Was Spotify nicht hat, gibt's halt einfach nicht. So ist das.

Unverständlich ist für mich das Gejammere, Spotify zahle viel zu schlecht. Was mich betrifft gilt: Ich gehe nicht davon aus, dass ich je wieder Musik kaufe, geschweige denn eine CD. Also ist die Alternative zu den wenigen Rappen Streaming-Gebühr, die ein Künstler erhält, halt die, dass er von mir gar nichts bekommt. Muss jeder selber wissen. Musik gibt's genug. Und dank Spotify habe ich Zugriff auf ein riesiges Sortiment. Da habe ich für jede vermisste Band längst ein Dutzend tolle, bisher unbekannte Alternativen gefunden.

Klar wär's schöner, wenn Def Leppard und Dada Ante Portas auch da wären... :-)

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