Samstag, 30. März 2013

Donnerstag, 21. März 2013

Grossmaul Blackberry

Gerade eben noch war Blackberry kurz vor dem Tod. Und jetzt macht deren CEO Heins einen auf Grossmaul: «Bei allem Respekt – die Benutzeroberfläche des iPhones ist fünf Jahre alt». Das klingt erstmal einfach arrogant.

Ich kann nicht sagen, ob in diesem Markt nur diejenigen eine Chance haben, die das Rad ständig neu erfinden. Fachlich gesehen kann ich also nicht mit Heins argumentieren. Hingegen weiss ich sehr genau, wie diese ständige Erneuerung auf mich wirkt: Negativ.

Was habe ich geflucht, als die neue Office-Oberfläche von Microsoft Einzug in unsere Büros gehalten hat. Nichts war mehr da, wo man es jahrelang fand. Alles musste anders sein. Ohne für den Benutzer erkennbare Gründe.

Insofern liebe ich Apple bzw. das iOS genau aus dem Grund, der für Heins offenbar Anlass zum spotten gibt: Beständigkeit. Was gut ist, darf man gerne ändern. Aber nur, wenn's danach noch besser ist und nicht einfach damit es mal wieder anders ist.

Meine Empfehlung an Herrn Heins: Solange man nicht bewiesen hat, dass man's besser macht, einfach mal Klappe halten.

Montag, 4. März 2013

Groupon. Wie lange noch?

Der Mitgründer von Groupon muss seinen Sessel räumen... 

Es gibt Dinge, bei denen wundere ich mich nicht, dass sie geschehen, sondern lediglich, dass sie so lange nicht geschehen. So zum Beispiel ist es mir ein Rätsel, wie Groupon so viele Jahre bestehen konnte.

Ich habe Groupon in der Anfangszeit ein paar mal ausprobiert. Das erste Mal war ein Gutschein für eine vergünstigte Bratwurst beim Sternen-Grill im Einkaufszentrum Glatt. Danach gab's mal eine Wein-Auswahl. Die beiden Aktionen waren gut, haben mir geschmeckt, im wörtlichsten Sinn.

Dann habe ich mal 15 Paar schwarze Socken, ein Mischung aus Kuscheldecke und Bademantel sowie einen Eintritt ins Connyland bestellt. Letzteres hat gut geklappt. Die anderen beiden Dinge waren ein purer Reinfall. Die Decke war 100% synthetisch und lud sich dermassen auf, dass es mir schon im Abstand von einem Meter von Metall eine federte. Und die Socken, ja, die Socken... eine ganz dubios-seltsame Firma bot die Socken an. Wochenlang kam keine Reaktion, weder die Lieferung, noch eine Antwort auf mehrere E-Mails von mir.

Seither habe ich das Vertrauen verloren in die Händler, die Groupon als Plattform nutzen.

Ich bezweifle, dass die Schweiz für Groupon und Co geeignet ist. Hierzulande wird noch zu sehr Wert auf Qualität und Vertrauenswürdigkeit gelegt. Und die Anbieter, die ich die letzten Monate bei Groupon entdecke, scheinen mir in der Mehrheit zumindest seltsam. Wenig bekannte Marken, kaum etablierte Firmen. Der Verdacht entsteht, dass Groupon zum Ramsch-Laden wird. Und als solcher wird es wohl auch enden.

Die Aktie ist es jedenfalls schon bald.