Samstag, 1. Dezember 2012

Bye-Bye Benissimo

Ich hätte nie geglaubt, dass Benissimo mal den Weg in mein Blog findet. Aber die gute Nachricht, dass die Sendung jetzt nach 103 Sendungen und ebenso viel gefühlten Jahren abgesetzt wird, hat mich doch zu ein paar Worten verlockt. Obwohl, wertreiches habe ich dazu eigentlich nicht zu sagen. Würde auch nicht wirklich zur Sendung passen.

Anfreunden konnte ich mich mit der banalen Sendung nie. Wo möglich habe ich mich weg gezappt. Manchmal konnte ich nicht, weil die Mehrheit vorm Fernseher dagegen war. Im Wesentlichen habe ich dann gesehen, wie Lotto ausschaut, wenn man es im TV zeigt. Weil das stinklangweilig ist, wenn's länger als dreissig Sekunden dauert, braucht es Lückenfüller. Die kommen auf zwei Arten: Die gnädige sind Stars, die man zwar schon in jeder anderen x-beliebigen Show sehen kann, aber wenigstens zumeist professionell wirken.

Oder sie kommen in unbarmherziger Form als 'Friends', die das bescheuerte Niveau ihrer Scherze damit zu entschuldigen versuchen, dass die Witze vom Publikum eingereicht wurden. Das mag sein, muss aber vor Jahren gewesen sein. Denn die Pointen sind selten neu und sowas von vorhersehbar.

Über den Moderator himself kann man natürlich ebenso geteilter Meinung sein. Ich denke, Beni Thurnheer hatte seine guten Tage. Und die liegen hinter ihm. Deutlich. Aber als Benissimo-Moderator kann man ihm kaum einen Vorwurf machen. Denn wer soviel plappern muss, ohne dass dabei irgendwas gesagt wird, weil sonst die Sendung viel zu kurz wäre, der kann nicht besser aussehen.

Vielleicht hat es der aufmerksame Leser, so er denn überhaupt bis hierhin gelangt ist, gemerkt: Benissimo gehörte nicht zu meinen Lieblingssendungen. Vermissen werde ich sie nicht. Nur wundern, weshalb sie sich so lange gehalten hat.

Quelle: Tages-Anzeiger

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