Dienstag, 6. November 2012

John Grisham - Die Jury

Man muss wohl nur wenigen erklären, wer John Grisham ist. Zu bekannt sind seine Romane, von denen allein neun (!) verfilmt wurden. So übrigens auch 'Die Jury', wie ich bis heute nicht wusste. Die Verfilmung unter dem Titel 'A Time To Kill' werde ich mir sicherlich mal noch anschauen.

Die Geschichte von 'Die Jury' ist in groben Zügen einfach erzählt: Ein Schwarzer bringt die beiden Vergewaltiger seiner Tochter um und kommt dafür vor Gericht. Die Hauptfigur des Romans, der Rechtsanwalt Jake, versucht den Täter nicht nur vor der Todesstrafe zu bewahren, sondern einen Freispruch zu erwirken.

Auf verschiedenen Ebenen und Nebensträngen tastet sich die Geschichte vorwärts, beschäftigt sich mit gegenseitigem Rassismus, stellt moralische Fragen und hinterfragt hier und da auch, was Gerechtigkeit überhaupt ist. Jake selber verliert während der Vorbereitungs- und Prozessphase so ziemlich alles und wird ausserdem kaum bezahlt für das Mandat. Wenn er gewinnt, stehen ihm alle Türen offen. Doch um zu gewinnen hätte er sich besser einen aussichtsreicheren Fall beschafft.

Ich habe schon Grisham-Romane weggelegt, weil sie mir zu langatmig waren. Nicht so dieser. Kapitel um Kapitel habe ich mich gewundert, wie viele Details der Autor verpackt, ohne in der belanglosen Langeweile zu versinken. Und in den Dialogen gab es so manchen Grund zum Grinsen. Etwas, das mir  bislang nicht bewusst war bei Grisham.

'Die Jury' empfehle ich jedem, der Justiz-Thriller gerne mag.

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