Mittwoch, 21. November 2012

James Cobb: Mission Seafighter

Eines dieser Bücher, die ich gekauft habe, ohne zu wissen, dass ihm zwei Romane (Bücher) vorangegangen sind und eigentlich jene erst gelesen werden müssten. Mir unverständlich, warum das nicht deutlich auf dem Umschlag oder in der Titelwahl vermittelt wird. Natürlich ist es nicht weiter tragisch, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Aber ich lese nicht gerne die Vorgeschichte danach.

Wie auch immer, in "Mission Seafighter" kämpft eine Marine-Frau namens Amanda Garrett  als Captain der Seafighter Squadron, ein Trio von experimenteller Luftkissenboote, gegen einen nigerianischen General, der die Idee hat, eine Westafrikanische Union zu bilden. Zu diesem Zweck integriert er eines ums andere afrikanische Land in seine Union. Da die Nachbarländer sich nicht ganz freiwillig anschliessen, sieht sein Integrationsplan kriegerische Handlungen vor. Die UNO schaut nicht tatenlos zu, verhängt ein vielseitiges Embargo. Und die Garrett-Truppe ist dafür zuständig, dass eben dieses aufrecht erhalten wird.

Doch rasch begreift Amanda Garrett, dass dies ein ewiger Kampf gegen Mini-Schmuggler sein würde und man General Belewa empfindlicher treffen müsste. Halbwegs über die Köpfe der Diplomatie hinweg beschliesst sie, einen Plan umzusetzen, den die UN-Truppen eigentlich gar nicht umsetzen dürften.

Viel technische Details über Luftkissenboote im Speziellen und Marine im Allgemeinen und ein bisschen etwas über die Kriegsführung zu Wasser. Das verpackt in ein doch ziemlich realistisches und somit spannendes Szenario macht den Roman für Technik-Thriller-Fans absolut lesenswert.

Man darf sich natürlich nicht wundern, dass Truppen unter UN-Mandat, und damit eben vor allem die Amerikaner, den Kampf gewinnen. Sowas gehört einfach zu Büchern dieses Genre, solange US-Autoren sie schreiben. Aber wer Clancy mag und auch mit ein bisschen weniger Detailverliebtheit leben kann, ist hier gut aufgehoben.

Es scheint, dass der Roman zur Zeit kaum wo erhältlich ist. Bei Weltbild habe ich ihn gefunden.

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