Dienstag, 21. Februar 2012

Stromer: Erste Eindrücke

Endlich! Seit gut zwei Wochen steht der Stromer bei mir in der Garage. Aber das eisige Wetter der letzten Tage hat mich allem Enthusiasmus zum Trotz davon abgehalten, erste Testfahrten zu absolvieren. Am vergangenen Samstag hingegen schrieen die Sonnenstrahlen geradezu danach. Deshalb: Warm anziehen, Velo-GPS laden und montieren und los geht's.

Geniessen und erste Erfahrungswerte betreffend Akkuleistung zu sammeln war das Ziel. Ladeanzeige beim Start: 95%. Bei der Übernahme vor zwei Wochen hatte er 97% drauf. Das kalte Klima hat also in zwei Wochen zwei Prozent gesogen.

Eine flachere Etappe mit geringen Steigungen absolviert man auf einem E-Bike problemlos. Wenn's steiler wird, schaltet man die Unterstützungsstufen nach oben durch. Oder pedalt strenger. Denn entgegen der weitläufigen Meinung kann man auch auf einem E-Bike schnell und stark ins Schwitzen kommen. Ich entscheide mich heute für die angenehme Variante. Der Akku entleert sich und stellt seine Energie dem Motor in der Hecknabe zur Verfügung.

Ich habe nicht Buch geführt, aber nach ca. 10 Kilometern wenig anspruchsvollem Gelände und mit geringer Unterstützung war die Anzeige auf ungefähr 80%. Dann ging's bergauf, ziemlich sogar. Ich halte einen Schnitt von ca. 23 km/h ohne den stärksten Modus 'POWER' in Anspruch nehmen zu müssen. Es ginge also schneller. Doch jetzt merkt man, wie die Anzeige runter geht. Weitere 10 Kilometer, diesmal anspruchsvoller, kosten 30%. Die Hälfte ist weg.

Jetzt hänge ich noch eine ganz grosse Steigung rein. Da kommt das Duo 'Paddy & Stromer' an seine Grenze, wobei das wohl mehr am Erstgenannten liegen mag. Denn der Stromer verdoppelt im besten Fall ja nur das, was ich bringe. Wenn ich kaum was bringe, wird das mit Faktor zwei auch nicht weltbewegend. Oben kehre ich und fahre weiter.

Eine weitere, etwas humanere Steigung steht noch auf dem Programm. Mit dem Bike hab' ich mich da früher richtig ausgekotzt. Heute scheine ich fast hoch zu gleiten. Herrlich. Der Akku kotzt sich diesmal sozusagen aus - in Dreier-Schritten sinkt die Prozentanzeige.

Am Ende habe ich 30 Kilometer auf dem Tacho und noch ungefähr 25% Restladung. Nach Adam Riese wäre unter diesen Umständen also eine maximale Reichweite von 40 Kilometern möglich. Das haut mich jetzt nicht gerade vom Hocker, ich hätte ehrlich gesagt mehr erwartet. Zumindest am Anfang, mit einem neuen Akku.

Aber vielleicht braucht der Akku ein paar Ladezyklen, bis er seine volle Leistung entfalten kann. Hoffen wir mal.

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