Mittwoch, 1. Februar 2012

Bond und Bart passt nicht

Beim Schweizer Blog mit den meisten Blog-Posts pro Tag hat man gerade das erste Bild aus dem neuen Bond-Streifen 'Skyfall' präseniert. Mir ist schon unverständlich, wie man sich dermassen ab einem Standbild eines bald im Kino erscheinenden Filmes erfreuen kann. Aber die Tatsache, dass darauf ein Dreitagebart sichtbar ist, erhitzt offenbar die Gemüter.

In meinen Augen ist das nur eine logische Fortsetzung der stetigen Demontage des Symbols 'James Bond'. Denn sei der Übergabe der Hauptrolle an Daniel Craig ist irgendwie nichts mehr, wie es mal war. Klar, die Filme wurden schneller, die Stunts spektakulärer, die Actionsequenzen gewaltiger. Aber erstens hat's der Story nicht geholfen, wie die letzten Bonds zeigen. Und zweitens ist das nicht das, was man primär von einem James Bond-Film erwartet.

James Bond war stets eine Art von Figur, die man eigentlich nur von Comics kennt: stets korrekt gekleidet, perfekt gestylt und aus jeder noch so brenzligen Situation in der Lage, ohne schmutzige Finger oder gar Verletzungen entkommen zu können. Das ist nicht realistisch. Aber das ist Bond. Und wer Bond mochte, der mochte auch diese unrealistisch-humorvolle Art. Für alles andere gibt's genügend Actionfilm-Alternativen.

Seit Pierce Brosnan das Amt des 007 abgegeben hat, scheinen sich die Macher an 08/15-Actionfilmen zu messen statt der überspitzten, aber typischen Gentleman-Art treu zu bleiben. Als Resultat erhalten wir einen unterhaltsamen Actionfilm (wie es sie zu hunderten gibt), leider aber keinen James Bond.

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