Samstag, 26. November 2011

Viola Tami: NRJ stars for free

An die jährliche Mega-Show, die NRJ kostenlos anbietet, kommt man nur durch Glück oder Beziehungen (oder Promi-Status). Das ist mir egal, denn ins Gewühl will ich nicht. Aber einen ganz bestimmten Teil der Show hätte ich gerne gesehen. Wird das denn nicht im TV gezeigt?

Doch, wird es. Zumindest ein Teil wird live auf Pro7 Schweiz gezeigt, behauptet jedenfalls die Webseite von NRJ.

Am 25. November 2011 wird Energy Stars For Free um 20.15 Uhr live auf ProSieben übertragen!

Also hoffen, dass dieser bestimmte Teil der Show nicht schon vor 2015 Uhr über die Bühne ging und TV einschalten. Doch was dann kommt, ist eine einzige grosse Enttäuschung auf der ganzen Linie.

Was darf man von einer Live-Sendung von einem der grössten Musikanlass der Schweiz erwarten? Bestimmt hat jeder seine eigenen Vorstellungen davon. Ganz sicher gehört da aber Musik dazu, ganz viel Musik.

Die schwache Sendung, die NRJ da für Pro7 auf die Beine stellt, enthält davon aber gerade mal knapp die Hälfte der Zeit. Bis auf zwei Ausnahmen kommt nach jedem (!) Lied ein Sofa-Talk-Einschub mit Viola Tami, die es scheinbar sehr wichtig findet, mit diesem und jenem Star sprechen zu dürfen. Die kurzen Smalltalks mit den Musikern sind nicht alle sackschwach. Aber die meisten: Banalitäten, die kaum einen interessieren, naive Fragen und wenig Gehalt sind die Regel. Selbst die Chance, dem Zuschauer etwas Fakten aus dem Backstage-Bereich zu liefern (Technik, Organisation, etc.)  wird völlig ungenutzt verpasst. Die Zielvorgabe war wohl:

Kreiert mal möglichst viele Szenen mit Viola Tami, wo mindestens noch ein Star mit drauf ist. Die Lücken dazwischen füllt mit Aufzeichnungen der Show. 

Aufzeichungen? Richtig. Das einzige, was an der Sendung (möglicherweise) live war, waren die Talks von Tami mit den Gästen. Und ob die live sind oder nicht, ist so belanglos wie das Gespräch selbst. Die Gigs hingegen sowie diverse Einspielungen waren aufgezeichnet. Zwar erst relativ kurz vorher, aber halt doch aufgezeichnet.

Schon frech, eine Viola-Placement-Sendung mit "Stars for free - live aus dem Hallenstadion" zu bezeichnen. Eine herbe Enttäuschung. Zu gerne hätte ich meine Zeit zurück.

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