Montag, 27. Juni 2011

Facebook = 100 Milliarden

Der Wert von Facebook steigt nicht mehr, der explodiert. Angeblich. In einer solchen Regelmässigkeit, dass es langsam aber sicher nervt. Aber das gehört natürlich zum Plan. Ohne Omnipräsenz in den Medien würde die Wertsteigerung ja nicht funktionieren. Kein normaler Mensch käme auf die Idee, sein Erspartes in Facebook zu investieren. Wenn nicht ständig davon gesprochen würde, wie viel sich "dahinter versteckt".

Eigentlich ist mir scheissegal, wieviel irgendwelche Idioten bereit sind, für Facebook-Anteile auszugeben. Letztlich fallen mir zum ganzen Facebook-Hype nur drei Dinge ein:

1. Man lernt nicht aus der Vergangenheit.
2. Es gibt verschiedene Definitionen von "Wert".
3. Es wird einige wenige Extrem-Gewinner geben. Und Millionen Verlierer.

Mich zu den Gewinnern hinzuzufügen, wird mir nicht gelingen. Und bis ich Facebook-Anteile kaufe und damit zum potentiellen Verlierer werde, würde noch so einiges passieren müssen. Also kann mich die ganze Sache nicht jucken. Beschäftigen, ja. Aber nicht jucken.

Und das ist gut so. Denn ich hasse es, wenn mich etwas juckt.

Sonntag, 26. Juni 2011

Dan Brown: Meteor

Wow, das ging schnell. In gerade mal drei Tagen habe ich 'Meteor' gelesen. Wenn ich mir gleich so viel Zeit fürs Lesen nehme, dann steckt ein ganz besonders spannendes Buch dahinter. Und das ist 'Meteor' in der Tat. Zwar aus dem Jahre 2003 und damit nicht mehr wirklich neu. Aber für den, der einen Roman zum ersten Mal liest, ist er halt immer neu.

Ein unglaublicher Fund der Nasa ist zentrales Thema. Der Verdacht, dass von höchster Stelle ein Betrug noch nie dagewesenen Ausmasses geplant ist, treibt die Geschichte voran. Dazwischen gehen Dinge schief, weil den falschen Menschen vertraut wird. Und es scheint alles anders, als es am Ende tatsächlich ist. Typisch Thriller halt. Und doch nicht.

Brown berührt mit der Idee, dass ausserirdisches Leben entdeckt wurde, irgendwie jeden Menschen. Die Frage nach dem Sinn und eben danach, ob da draussen noch anderes Leben besteht, hat doch jeden schon irgendwann beschäftigt.

Geschickt entwickelt Dan Brown die üblichen mehreren Handlungsstränge und bringt sie in einer Art Finale glaubwürdig zusammen.

Absolute Pflichtlektüre für Thriller-Fans. Und dringende Bitte für eine Verfilmung nach Hollywood.

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Donnerstag, 23. Juni 2011

Man will Lärm

Es ist schon unglaublich: Endlich wären wir in Sachen "Lärm durch Strassenverkehr" soweit, dass die jahrzehntelang als störend reklamierten Lärmemissionen wegfallen. Und was tun wir? Wir zwingen die Hersteller dazu, dass die nahezu lautlosen Fahrzeuge gefälligst wieder Lärm machen.

Es wär' ja auch eine Frechheit, von den Fussgängern zu verlangen, vor dem Überqueren einer Strasse links und rechts zu schauen. Also wirklich. So was tut man im Kindergarten, aber doch nicht als erwachsener Mensch.

Mittwoch, 22. Juni 2011

ICF Zürich - Take A Stand

Gerade hat mit dem Song "Take A Stand" (iTunes-Link) die Freikirche ICF Zürich den Sprung in die offizielle Schweizer Hitparade geschafft. Und das erst noch auf den beachtlichen Platz 12. Drei Erkenntnisse:

Erstens: Der Song ist 08/15. Im Schnitt, ist man geneigt zu sagen. Denn die ICFler loben das Lied in den Himmel, während die Kirchenfremden, nicht zuletzt wegen Inhalt und Hintergrund, skeptisch bis negativ bewerten.

Zweitens: Vielleicht naiv, aber ich dachte bislang, die offiziellen Charts wären aussagekräftiger. Eine Freikirche mit ein paar hundert Mitgliedern kann da also schon was bewegen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Frederick Forsyth: Die Akte Odessa

Der Schriftsteller Frederick Forsyth ist sowas wie eine Legende unter den Thriller-Autoren. Am bekanntesten war mir "Der Schakal", den ich erst in der neuen, dann in der älteren Version gesehen und schliesslich noch gelesen habe. Ein Hammer-Thriller.

Der hier vorliegende Roman mit dem Titel "Die Akte Odessa" dümpelt da in meinen Augen schon mehr im Teich der Einheitsware umher. Der Leser erfährt viel aus der schicksalsschweren Nazi-Zeit. Auch wenn einiges Fiktion ist, entspringen die geschilderten Geschehnisse ihrem Sinn nach eher der Fantasie der perversen Nazi-Führer als der des Autors.

Freitag, 3. Juni 2011

Kassensturz: Eine Sendung zum Verpassen.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Eine Person tippte gerade an einem Geldautomaten ihre Geheimnummer ein, in dem Moment rempelt jemand die Person an, verschüttet den Kaffee und leert die Einkaufstasche auf den Boden.

Die Person am Bancomat ist abgelenkt durch den Rempler und den verschütteten Kaffee. Diese Ablenkung nutzt eine Drittperson, um an der Automatentastatur 1'000.-- einzugeben, das Geld zu entnehmen und abzuhauen.

In den Augen von Kassensturz würde es dann heissen: "Geldautomaten gehackt, Konto geplündert."

Entweder ist die Kassensturz-Redaktion irgendwie plemplem oder die Verzweiflung, noch einigermassen reisserische Themen zu finden, hat ungeahnte Grössen erreicht. Anders lässt sich nicht erklären, warum man im Leutschenbach auf die Idee kommt, dass ein Banking-System so sicher sein soll, dass es die Dummheit der User auch gleich noch kompensiert.