Dienstag, 12. April 2011

Die Sache mit den Pauschalen

Pauschale sind eine tolle Sache. Sie erlauben eine einmalige, abschliessende Behandlung, ohne ins Detail gehen zu müssen. Ich kenne das als Spesenpauschale: Statt Monat für Monat die Ausgaben akribisch festzuhalten und damit viel Zeit zu verlieren, gibt's halt eben einfach 'pauschal' einen Betrag, der dann alle möglichen Spesenausgaben bis zu 25 Franken abdeckt.

Von der Auto-Werkstatt kennen wir die Kleinteile-Pauschale, mit der sich die Garagen ihren Profit leicht aufbessern. Soviele Lappen, Öle und Schräubchen haben die gar nicht, wie sie damit verrechnen. Abgesehen davon sind die meisten Teile und Flüssigkeiten dann dennoch auf der Detail-Abrechnung zu finden. Und selbst beim Ersetzen einer Glühbirne soll es schon vorgekommen sein, dass Kleinteile pauschal zusätzlich verrechnet wurden. Die Frage sei erlaubt, was für welche Kleinteile nebst der Glühbirne in einem solchen Fall fällig werden.

Noch lustiger ist irgendwie der Fall, den gerade mit meinem (bisherigen) Storenlieferanten erlebe. Auf der Rechnung sehe ich einerseits eine Pauschale für Kleinteile und Schmiermittel von 12 Franken. Gleichzeitig werden mir kieselsteingrosse Plastikteile à je 40 bzw. 60 Rappen in Rechnung gestellt, fein säuberlich aufgeführt in der richtigen Anzahl (je acht Stück).

Wenn ich in einer Email auf diese Kleinlichkeit hinweise und mein Unverständnis dafür äussere, ist das offenbar Grundgenug für die Geschäftsleitung (!), sich persönlich einzuschalten. Um mitzuteilen, dass es sich um eines dieser berühmten Missverständnisse handelt? Nein, um in seltsamen Sätzen mir zu erklären, dass dies absolut gerechtfertigt sei, sie schliesslich diese Teile auch kaufen müssten und übrigens alle Mitbewerber das auch so handhaben.

Irgendwas haben die nicht verstanden. Oder?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen