Donnerstag, 3. Februar 2011

Sunrise gegen die unfaire Methode der Post

Anscheinend fängt Sunrise an, die Gebühren, die ihr die Post für Bareinzahlungen verrechnet, auf die Kunden umzuwälzen. Laut Sunrise will man damit Spesen in der Höhe von 4 bis 6 Millionen Schweizer Franken jährlich sparen. Geld, das die Post dann verrechnet, wenn bar am Schalter einbezahlt wird. Das ist ihr gutes Recht, schliesslich ist die Transaktion ziemlich personalintensiv.

Und vermutlich ebenso lukrativ. Denn die Post will keinesfalls auf dieses Geschäft verzichten. Darum verrechnet sie die anfallenden Spesen auch nicht dem Verursache, wie man mit wenigstens halbem Verstand vermuten würde. Nein, der Barzahler, der die Kosten verursacht, soll nichts davon merken und gefälligst ganz schön brav weiterhin am Schalter einzahlen. Schliesslich hat man das die letzten hundert Jahre immer so gemacht, warum auch ändern?

Die Post stellt diese Spesen lieber dem Geld-Empfänger in Rechnung. Also dem, der weder etwas dafür kann noch die Kunden davon abhalten kann, diesen mittelalterlichen Weg der Rechnungsbegleichung zu gehen. Endlich verleidet es einer ersten grossen Firma, ständig für etwas zu zahlen, wovon man nichts hat. Schliesslich machen das, wofür die Post im Falle von Sunrise bis zu sechs Millionen kassiert, andere ganz oder nahezu kostenlos.

Auch wenn sie das momentan noch dementieren, es werden (hoffentlich) bald weitere Konzerne nachziehen und den Ewiggestrigen ihre verursachten Spesen nachbelasten. Damit der gelbe Riese mit dem unfairen Abzock-Service aufhört und entweder Bareinzahlungen streicht oder kostenlos anbietet. Oder wenigstens die anfallenden Kosten dem Verursacher aufhalst. Wie es sich gehört. Das Porto zahlt schliesslich auch der Absender.

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