Donnerstag, 6. Januar 2011

Apple, der geliebte Diktator

Der kalifornische Hersteller von Lifestyle Computer-Produkten hat heute den App Store lanciert. Denjenigen, der auf allen Macs standardmässig installiert ist. Im Betriebssystem integriert. Damit will man die Vorzüge, die der bereits vom (und fürs iPhone) bekannte App Store mit sich brachte.

Dazu gehört einerseits das bequeme Stöbern und Kaufen an einem einzigen Ort durch den Kunden. Man findet schneller, was man sucht. Man sieht eher, welche Programme die gewünschten Anforderungen erfüllen.

Anderseits gehört natürlich die Tatsache, dass man (nicht zuletzt dank den Mikrobeträgen) ziemlich schnell Geld ausgibt, ebenfalls zu den Vorzügen dieses Systems. Davon profitieren die Entwickler im grossen und Apple im ganz grossen Stil.

Apple verdient in Zukunft nicht nur an jedem noch so kleinen Scheiss-Programm, das wir uns kaufen, mit. Sondern Apple wird auch diktieren, welche Programme überhaupt in den Store kommen. Man kann zwar nach wie vor Programme installieren, die nicht aus dem App Store kommen (wie lange noch?). Aber sind wir ehrlich, bald wird man sich gewohnt sein, alles im App Store zu finden, an eine Suche ausserhalb denkt man gar nicht mehr.

Damit wird Apple immer mehr zum Diktator, der seinen Kunden vorschreibt, welche Programme sie benutzen dürfen. Aber irgendwie finden das (noch) alle cool. Ich auch. Seltsam.

Kommentare:

  1. ..... irgendswie kennt man diese geschäfts-strategie doch schon von microsoft, oder ned.....?
    ..... aber die sollen böse sein und dürfen das nimmer machen.....?

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  2. Ja, in einigen Dingen scheint Apple das neue Microsoft zu sein. Aber sag sowas nicht in der Öffentlichkeit...

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  3. Seit einiger Zeit lebe ich in beiden Welten... für mein Fotobusiness bin ich auf Mac umgestiegen, in der "alten Welt" fahre ich weiterhin auf der Windows-Schiene. Nun, wenn mich heute einer fragt, was besser sei, Windows oder Mac, dann schaffe ich es nicht, dies mit wenigen Worten zu beantworten. Beide Welten haben ihre Vor- und Nachteile, Restriktionen und Probleme. In beiden Welten fühle ich mich denn auch auf die eine oder andere Art wohl. Aber einen perfekten Favoriten gibts nicht... und wirds auch nie geben.

    Was den App Store anbelangt ist dies nur die konsequente Fortsetzung einer längst gestarteten Entwicklung. Immer mehr setzen Software- und Games-Hersteller auf den Vertrieb per Download. Egal ob sie selbst verkaufen oder über ein Download-Portal, in beiden Fällen verdienen verschiedene Dienstleister wie DigitalRiver (Element5), Softwareload etc. kräftig mit. Apple ist mit einem Anteil von 30% eigentlich recht human, selbst im Vergleich zum stationären Handel kann ich da keine besondere Gier feststellen.

    Was Apple aber mit ihrem App Store schafft ist, ein "dubbelisicherer" Zugang zu schaffen. Ich betreute verschiedene Downloadportale und erlebte hautnah, wie häufig die Anwender überfordert waren und sind, wenn es darum geht, eine Applikation in einem langwierigen Bestellprozess zu kaufen, dann herunterzuladen, nachher zu installieren und im letzten Schritt auch noch zu aktivieren. Apple hat dieses elende Prozedere vereinfacht und macht es damit massentauglich.

    Verwundert bin ich allerdings, dass Microsoft nicht schneller war, denn Ansätze und Botschaften in diese Richtung gibts ja aus Redmond schon seit vielen Jahren....

    Gruss Huwi

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  4. ich war seit es pc's gibt ein apfel gegner und habe mich nie gefragt warum eigentlich genau.
    nun bin ich seit zwei jahren auf apple umgestiegen und bin ein microsoft verachter.... und weiss warum :-)

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  5. Ich fand Apple-Produkte lange hässlich. Erst in jüngster Zeit überzeugen mich die Dinger designmässig. Danach fand ich sie lange zu teuer. Seit einem Jahr bin ich auf Mac und will nicht mehr zurück.

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