Freitag, 31. Dezember 2010

Little Fockers

Hollywood unterliegt dem Zwang, von jedem halbwegs erfolgreichen Film ein Sequel, einen zweiten Teil, zu drehen. Wird der dann auch noch erfolgreich, drängt sich nach gleichem Muster ein dritter Teil auf. Der lässt häufig etwas länger auf sich warten, weil man sich die Gägs schon fester aus dem Finger saugen muss.

So überrascht es dann auch nicht, dass "Little Fockers" als dritter Teil der "Meet The Parents"-Saga um Ben Stiller seine Lacher primär aus sehr gesuchten Szenenzusammenstellungen sucht. Die Teile 1 und 2 haben natürlich auch nicht durch eine doku-ähnliche Realitätsnähe getrumpft, fanden ihren Humor aber doch deutlich häufiger in alltäglichen Details statt in komplett grotesken Situationen. Die sind dann desöftern derart absurd, dass man sich schon wünscht, das gleiche Kraut mal rauchen zu dürfen, das die Story-Entwickler sicherlich rauchten.

Eine Abendunterhaltung, die natürlich trotz aller Hirnrissigkeit desöftern ein Schmunzeln zu entlocken vermag. Zwei, drei Gläser Wein vorab helfen spürbar.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Das Spiel des Jahres

Gesellschaftsspiele sind unser Mittel, um gegen den scheinbar natürlichen Drang nach PC- und Konsolenspielen des Juniors anzukämpfen. Ein Mittel, das recht gut funktioniert. Allerdings hat man nach einiger Zeit auch auf die spannendsten Spiele mal eine Zeit lang keinen Bock mehr. Neue müssen her.

Ohne Beratung geht da kaum was. Hilflos steht man selbst in kleineren Läden vor einer riesigen bunten Wand voller Kartonschachteln. Keine Ahnung, wo anfangen. Man sucht nach bekannten Namen, nur um zu merken, dass genau das nichts bringt. Wer will den nochmals die gleichen Spiele kaufen, die man schon zu Hause hat.

Die Beratung in Spielwarenläden ist leider auch nicht mehr ganz das, was sie mal war. Irgendwie auch verständlich, wie soll jemand auch alle Spiele kennen. Selbst wenn jemand nur für Brett- und Gesellschaftsspiele angestellt würde, wäre das eine echte Herausforderung. Doch es gibt Hoffnung...

Montag, 27. Dezember 2010

Meine Spendenaktion: Update 1

Mein Spendenprojektli hat den ersten Schritt getan. Die erste CD ging über den Spendentisch. Bedankenswerterweise hat Andreas Kläui zugelangt und damit die ersten 10 Spenden-Franken an Kiva ausgelöst. Herzlichen Dank.

Nun bin ich aber nach wie vor darauf angewiesen, dass ihr entweder selber mitmacht oder zumindest ein bisschen auf das Projekt aufmerksam macht. Danke schön.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Meine eigene kleine Spendenaktion

Zum Gemeinschaftsereignis gewordene Spendenaktionen haben nicht nur Freunde gefunden. Die zusammenkommenden Beträge sind dennoch nicht zu verachten. Offenbar gibt's viele Menschen, die gerne spenden, die aber einen kleinen Anstoss dazu brauchen.

Also probiere ich das jetzt auch mal aus, indem ich meine komplette (!) CD-Sammlung verhökere. Mindestens zwei Drittel des Verkauferlöses gehen dabei direkt zu KIVA. Das gibt eine tolle WIN-WIN-WIN-Situation: Der Käufer kriegt günstig eine Musik-CD und hat dabei erst noch ein gutes Gefühl. Kiva bekommt (hoffentlich ganz viele) Spendenfranken. Und ich werde meine Platzfresser und Staubfänger los. Und habe dabei auch noch ein bisschen ein gutes Gefühl. Klingt gut, findest du auch?

Wenn ja, dann...

  1. Bookmark setzen oder Feed abonnieren von CD-Spendenaktion.
  2. Regelmässig reinschauen und mitbieten.
  3. Weiter erzählen. 
Danke für deine Unterstützung!

PS: Für mich ist das vorerst mal ein Test. Wenn das erste Dutzend CDs nicht einigermassen vernünftig weggeht, behalte ich mir natürlich vor, die Sache einzustellen und die CDs halt doch zu entsorgen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Tue Gutes. Und rede darüber.

Öffentlichkeitsarbeit wird unterschätzt. Es ist wertvoll, in den Medien erwähnt zu werden. Wenn's in einem positiven Zusammenhang ist, erst recht. Und wenn Hunderte von Medien berichten, wie man als Promi selbstlos Spendengelder auftreibt, dann ist man heute in Westeuropa sowas wie ein Held. Wenn man es nicht sowieso schon war. Irgendwie.

Wetten, dass die Summe aller Spenden-Events teurer sind als die Summen, die dabei an Spendengelder zusammen kommen? Es wäre wohl effektiver, wenn die Veranstalter ihre Gelder statt in Produktionen gleich nach Afrika oder zu den Kindern in den Krieg schicken würden. Aber das geht nicht. Denn es geht ja darum, dass die beteiligten Namen danach noch grösser sind und noch positiver wahrgenommen werden. Deshalb lässt man lieber die Bevölkerung spenden und steckt das eigene Geld in die teure Produktion.

Deshalb kann ich mich nicht damit anfreunden, bei solchen Events zu spenden.

Top-Angebot. Für Schweizer leider nicht.

Wenn man die Filesharing-Problematik betrachtet, dürften die Hörspiel-Produzenten wohl mit ähnlichen Problemen konfrontiert sein wie die Musik-Industrie, wenn auch mit kleineren Stückzahlen. So gesehen befremdet es mich, dass ich aus was für Gründen auch immer als Schweizer leider die Hörspiele von Europa nicht kaufen und runterladen kann. So schlecht scheint's der Branche nicht zu gehen, wenn man mich als zahlungswilligen Konsumenten abwimmeln kann. Es lebe das Internet!

Ich habe jetzt via Kontaktformular ganz lieb nachgefragt, wie ich denn die Hörspiele Download-Version kaufen könne. Aber ich sage euch eins, wenn ich vor Weihnachten darauf keine schlaue Antwort kriege, hole ich mir die Files anderswo. Die kriegt man nämlich durchaus online. Aber günstiger. Viel günstiger.

Über sowas kann ich echt nur den Kopf schütteln.

Montag, 20. Dezember 2010

Rutschend die Strasse runter

Der Roger hat heute einen Clip, der schon deutlich zeigt, wie heimtückisch Eis und Schnee im Strassenverkehr sein kann. Insbesondere dann, wenn die Strasse abschüssig ist...

Für wen das Beispiel noch zu wenig eindeutig war, dem sei mit diesem zweiten Video endgültig gesagt: Wenn alle anderen quer stehen, dann versuch's trotzdem. Vielleicht tun die anderen ja nur so.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Kettenreaktion

Über 21 Millionen Mal wurde dieses Video bei YouTube betrachtet. Die Chance ist gross, dass ich einer der letzten bin, der den Clip heute zum ersten Mal gesehen hat bei Amizade. Jänu.

Braucht's Social Bookmarking?

Der Umstand, dass mit Del.icio.us der Pionier des 'Social Bookmarkings' seinen Dienst quittiert, hat mich zur Überlegung geführt, ob es solche oder ähnliche Dienste überhaupt braucht.

Klar, manchmal ist man froh, wenn man sich einen Link zu einer beachtenswerten Seite abgelegt hat. Sofern man sie wieder findet. Denn die Suche nach einem Link in seinem Account bei Del.icio.us oder Mister Wong gestaltet sich mitunter ähnlich zeitintensiv wie wenn man gleich bei Google suchen würde.

Klar, der soziale Aspekt am 'Social Bookmarking' ist der, dass man seine Bookmarks mit Freunden teilen kann und die Links nach der Häufigkeit, in der sie gespeichert werden, mehr Gewicht bekommen. Aber haben wir wirklich die Zeit, uns von Link-Tipp zu Link-Tipp zu klicken? Da kann ich ja grad meinen Nachmittag mit dem Betrachten von 'related' YouTube-Filmen verbringen.

Freitag, 17. Dezember 2010

Cloud-Services: Mehr Risiko als Nutzen

Notizen speichern wir bei Evernote und Memonic. Unsere Fotos sind bei Flickr oder Facebook. Und wenn es nach den Plänen verschiedener IT-Unternehmen geht, dann laufen auch bald alle unseren Programme auf fremden Servern. Das hat ganz viele Vorteile. Aber nicht nur.

Eigentlich würde ich meine Fotos gerne auslagern und damit Gigabytes an Speicherplatz freischaufeln. Denn ich schränke mich ungern ein was die Auswahl an Fotos anbelangt, anderseits habe ich auch keine Lust, deswegen neue Festplatten zu kaufen. Und ich greife nicht täglich auf meine Fotos zu. Ein Upload zu Flickr und das File lokal löschen, so sähe die theoretisch optimale Lösung aus. Allein eine Frage, die mich von dieser Lösung bislang abhielt: Wer sagt, wie lange es Flickr in dieser Form oder überhaupt noch gibt?

Klar, es wäre zu hoffen, dass ein Ende von Flickr genügend lange voraus angekündigt würde, so dass man seine Bilder noch downloaden könnte. Garantieren kann das aber keiner.

Dienstag, 14. Dezember 2010

CD-Verschenk-Projekt gescheitert

Hiermit erkläre ich das Projekt vorerst für gescheitert. Leider fanden sich keine zehn Leute, die eine CD geschenkt erhalten wollen. Schade.

Digital Christmas



via Rouge

Mit Hochdruck am neuen Slug


Glaubt das eigentlich noch irgendwer? Sollte man, wenn es Monate dauert, nicht besser einen anderen Spruch bringen?

Montag, 13. Dezember 2010

Von geschlossenen Bahnschranken

Eisenbahn und Automobil, zwei Verkehrsmittel, die man auseinander halten sollte. Leider lässt es sich nicht verhindern, dass sie sich da oder dort über den Weg "laufen", sich kreuzen. Dem sagt man dann im Idealfall Unter- oder Überführung. Im schlechtesten Fall nennt man's Bahnübergang. Die schlimmsten Gattungen sind die mit Schranken, denn sie nehmen dem Automobilisten die Freiheit, zu entscheiden, ob man die Schiene noch überquert oder ob man den bereits sichtbaren Zug besser erst passieren lässt.

Als die Bahnübergänge erfunden wurden, fuhren die Züge einmal, bestenfalls mehrmals täglich. Da war die Chance klein, eine geschlossene Schranke anzutreffen. Heute fahren die Züge mehrmals stündlich. Die Chance ist klein, eine Schranke offen anzutreffen. Einige Schranken sind gefühlt länger geschlossen als offen. Einige aber auch tatsächlich.

Sonntag, 12. Dezember 2010

mindmeister: Mindmap-Tool online

Hat man die Technik und Funktionsweise, die hinter Mindmapping steckt, einigermassen verstanden, gibt es nur noch wenige Situationen, in denen ein Mindmap nicht weiter helfen kann. In meiner Zeit als Projektleiter habe ich fast täglich mit und an Mindmaps gearbeitet.

Allerdings beschränkt sich das fast ausschliesslich auf den elektronischen Anwendungsbereich. Von Hand zeichne ich fast nie Mindmaps. Ihre volle Stärke entwickeln Mindmaps für mich erst dadurch, dass sie ständig editiert, neu sortiert, ergänzt und verschoben werden können. Auf Papier habe ich manchmal meine Ideen festgehalten. Aber die kamen dann später, wenn ich am Arbeitsplatz war, immer in die elektronische Form.

Dass ich sie die letzten Jahre weniger verwendet habe, liegt primär daran, dass ich auf dem firmeneigenen Computer keine eigene Software installieren kann. Und nur deswegen einen privaten Notebook mitzunehmen, find' ich irgendwie übertrieben.

Vor einiger Zeit habe ich 'mindmeister' kennen gelernt. Dabei handelt es sich um nichts anderes als ein browserbasiertes Mindmap-Tool. Seit ein paar Monaten habe ich nun Erfahrungen mit 'mindmeister' gesammelt und bin jetzt so weit, dass ich das Tool wirklich empfehlen kann.

Samstag, 11. Dezember 2010

Rohr-Xylophon



gesehen bei Hosae

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Nochmals Wikileaks

Huu, jetzt hab' ich mich gerade erschreckt. Eigentlich habe ich vorhin lediglich mal kurz nachgeschaut, was es mit dem Angriff auf die Postfinance-Seite auf sich hat. Jetzt, wo ich einen Blick in die Blog-Runde werfe, merke ich, wie breit die ganze Geschichte um Wikileaks grad thematisiert wird. Ist ja irgendwie krass.

Solange sich die Herren im Van vor dem Haus noch ruhig verhalten, will ich hier mal ein paar Blogs verlinken. Irgendwie scheinen Blogger tendenziell eher zur Verschwörung zu neigen denn dazu, dass hier alles mit rechten Dingen zu geht.


  • Mit Skepsis berichtet Thinkabout davon, warum die seltsam speditive Art, wie zahlreiche Firmen plötzlich gegen Wikileaks Massnahmen ergreifen, auch ein Schuss nach hinten sein kann. 
  • Aisberg steuert einen Cartoon bei, der die Kraft des Internets auf den Punkt bringt.
  • Der Zeitungsjunge hat offenbar ähnliche Gedanken wie ich.
  • Der Busblog sagt, was vermutlich einige denken. Etwas gewagt zwar, aber nicht unmöglich. Was momentan abgeht, schreit ja richtiggehend nach Verschwörungstheoretikern. Wetten, dass es innert fünf Jahren einen Film über Assange und Wikileaks gibt?
  • Market Observation versucht, Wikileaks den Terroristenstempel aufzudrücken. Gelingt meiner Meinung nach aber nicht. Fragwürdige Behauptungen, die höchstens diejenigen überzeugen, die sich völlig oberflächlich mit der Materie beschäftigten.
  • ArlesheimReloaded geht davon aus, dass der Spuk bald vorbei sein wird. Und vielleicht verdanken wir Wikileaks das Ende des Internets wie wir es kennen.
  • Anaximander sieht natürlich auch eine Verschwörung.

Wikileaks. Postfinance. Es stinkt.

Schon unglaublich, wie weit das Web mittlerweile seine Wellen in die Offline-Welt zu werfen vermag. Ich bin mir sicher, dass neun von zehn meiner RL-Freunde vor zwei Wochen noch nie was von Wikileaks gehört hatten. Heute fragen sie sich nur noch, was das alles zu bedeuten hat, woher die von Wikileaks all' die geheimen Sachen wissen und warum man das nicht einfach abstellen kann. Herzig.

Da wir Normalsterbliche unsere Informationen ohnehin nur aus den Medien erfahren, interessiert mich die Geschichte grundsätzlich nur noch am Rande. Denn was wahr, was falsch ist, weiss ich ja doch nicht. Da brauch' ich auch gar nicht mehr hinzuhören. Spannend finde ich hingegen, dass es der Postfinance offenbar extrem wichtig erscheint, keine Geschäftsbeziehung mit dem Wikileaks-Gründer zu pflegen. Und noch wichtiger ist es ihr, dass das alle wissen. Deshalb kommuniziert sie das gleich per Pressemitteilung. Und sie plappert auch noch davon, was sich Julian Assange bei der Kontoeröffnung zuschulden hat kommen lassen.

Warum erzählt die Postfinance das der Öffentlichkeit und bricht damit mit allem, was man gemeinhin unter Datenschutz zu verstehen meint? Warum kann die Postfinance die Richtigkeit der Angaben offenbar jetzt überprüfen, scheinbar aber nicht zum effektiven Zeitpunkt der Kontoeröffnung? Warum bringt die Postfinance diese Sache ausgerechnet jetzt auf den Tisch? Und vor allem: Warum werde ich den Eindruck nicht mehr los, dass das alles zum Himmel stinkt?

Und wer sind eigentlich die Männer mit Sonnenbrille im Lieferwagen vor meinem Haus?

Samstag, 4. Dezember 2010

Carcassonne auf iPhone (und iPad)

Die meisten Spiele auf iPhone und Co sind speziell für mobile Geräte entwickelte Zeitvertreiber. Zwischendurch finden sich aber auch Adaptionen von bekannten Spielen, unter anderem auch solchen, die man sonst üblicherweise offline spielt. Eines davon ist Carcassonne (iTunes-Link).

Zum ersten Mal habe ich ein seit vielen Jahren erfolgreiches Tischspiel erst dank dem iPhone kennen gelernt. Vor allem bei Steinis habe ich zwar schon von Carcassonne gelesen und vor vielen Monaten habe ich mir das Spiel des Jahres 2001 auch gekauft, so richtig als Kartonbox mit Kartonkärtchen, Holzfiguren und so. Wie man das von früher eben kannte. ;-) Weil meine Kids aber noch zu jung waren, hab' ich's einfach in der Schublade verstaut. Und vergessen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

16 % = 100 %

Wenn die Summe der Stimmen in einer Umfrage nicht 100 ergeben, so kann das eigentlich nur eines heissen: Wir reden nicht von Prozent, sondern von Anzahl Stimmen. Dann wäre allerdings die promobil-Umfrage von Mitte August extrem teilnehmerschwach ausgefallen... Hm.