Sonntag, 3. Oktober 2010

Stuttgart 21

Wer zur Zeit "Stuttgart 21" als Suchbegriff eingibt, findet so allerlei auf den News-Portalen oder YouTube. Das Meiste hat mehr mit den dazugehörigen Demonstrationen und Ausschreitungen zu tun als mit dem durchaus interessanten Bauprojekt rund um den Stuttgarter Bahnhof.

Ich mag mich jetzt nicht tiefer mit den Vor- und Nachteilen des Projektes und den bisher vorgefallenen Ereignissen befassen. Aber was da abgeht, sollte nachdenklich machen. Wenn Zehntausende auf die Strasse gehen, dann scheint das Thema die Bevölkerung zu beschäftigen. Und für mich als Aussenstehenden ist offensichtlich, dass Politik und Bevölkerung aneinander vorbei reden. Das macht mir Sorgen.

Die Vorfälle in Stuttgart zeigen mir einmal mehr, wie unstabil unsere scheinbar stabile Westwelt ist. Wie wenig es braucht, um Eskalationen zu haben, die so keiner wollte und voraussah. Und noch etwas: Dank Internet geht alles schneller. Nimmt auch schneller grössere Dimensionen an. Und entlarvt mitunter die Schwindler unter den Politikern.

Beunruhigend.

1 Kommentar:

  1. Was mich an der Sache erstaunt ist der Zeitpunkt. Das Projekt wurde vor 12 Jahren beschlossen. Aber erst jetzt, wo die Bagger aufgefahren sind, mobilisieren die Massen... "Zu Teuer", "die armen Bäume" usw. sind die Kritikpunkte, die ich meist höre. Dabei ist es doch eigentlich nur sinnvoll, wenn der Staat genau während der Krisenzeiten investiert (und das Geld nicht den Banken hinterher wirft!)
    Das ist kein Urteil zu dem Projekt an sich. Da ich zu wenige Infos hab, um mir selbst ein Urteil zu bilden.

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