Samstag, 28. August 2010

Wo Evernote nervt

Ich nutze Evernote seit rund einem Jahr. Und ich tue das nach wie vor fast täglich, was für das Produkt spricht. Allerdings gibt es die eine oder andere durchaus bedeutungsvollen Schwachstelle. So nervt mich seit jeher, dass die Versionen für Mac und PC ziemlich starke Unterschiede aufweisen und auf dem Mac (noch) kein festgelegter Ordner automatisch importiert werden kann, während das auf dem PC längst möglich ist. Und auch die mobile USB-Version gibt's auf Windows längst, auf Mac meines Wissens noch nicht einmal angekündigt. Wieso schafft es ein IT-Unternehmen nicht, die zwei Plattformen einigermassen gleich zu bedienen, zumal gerade Mac-User einen wesentlichen Teil zur Evernote-Geschichte beitragen (iPhone).

Ein wirklich langsam zum grossen Problem werdendes Ärgernis ist aber der Webclipper von Evernote. So einfach und genial die Idee, so stark nervt das Ding in der Praxis. Erstens ist der Clipper gefühlte hundertmal langsamer als zum Beispiel das Gegenstück von Mitbewerber Memonic, der abgesehen davon noch ein Mehrfaches an Funktionen mitbringt. Und die Unfähigkeit, etwas mit Frames anfangen zu können, ist zwar verständlich, aber wie man das löst, katastrophal. Das Teil verlangt, dass man einen Bereich markiert, akzeptiert diesen dann aber nach wie vor nicht.

Und den grössten Witz habe ich heute angetroffen. Da weigert sich der Evernote-Clipper doch tatsächlich eine Seite zu speichern, weil der Titel angeblich zu lange ist. Schön und gut wenn das Ding nur 255 Zeichen maximal verwalten kann. Aber da steht sozusagen, ich sollte das zuerst beheben bevor ich diese Seite speichere. Total bescheuert. Ausser jemand könnte mir jetzt kurz erklären, wie ich den Titel einer x-beliebigen Webseite ändern soll. Bitte Entwickler, baut doch bitte selbst einen Codeschnipsel ein, der allfällige zu lange Titel selbständig kürzt, ja. Ich kann damit auch ganz sicher leben.

Um's kurz zu machen: Evernote ist von der Idee her hammermässig. Und unterm Strich Memonic noch einige Schritte voraus. Aaaaber: Einige Ecken und Kanten sollten dringendst geschliffen werden statt immer wieder Kooperationspartner zu akquirieren. Sonst kommt für nächstes Jahr mein Premium-Beitrag nicht mehr in die Kasse.

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