Mittwoch, 25. August 2010

Die Sache mit dem Liveshopping

Ein Produkt. Ein Tag. Und meistens ein sensationeller Preis, deutlich unter UVP. Und vermutlich auch ab und zu unter dem üblichen Einstand. So weit, so gut. Den Konsumenten freut's. Und die Wirtschaft bringt einerseits Ladenhüter weg und hat anderseits ein tolles Marketinginstrument für Produktlancierungen etc.

Diese neue Art des Shoppings lockt mit zumeist gadgetähnlichen Artikeln, tiefen Preisen und kurzfristigen Aktionen eine webaffine Kundschaft an, die sich Schnellebigkeit gewohnt ist. Heute gekauft, morgen probiert, übermorgen vergessen.

Die Geschichte kommt ursprünglich aus den Staaten, wurde in Deutschland vor einigen Jahren aufgegriffen und hat auch in der Schweiz mit dem Elektronik-Profi Brack Electronics und seinem Daydeal einen ziemlich bekannten Vertreter. Der Erfolg ist für Aussenstehende zwar nur aufgrund von Vielfalt, Ausverkaufsgeschwindigkeit, Kommentaren, Facebook-Fans und ähnlichem sichtbar. Aber ganz offensichtlich glauben so einige, dass sich mit dem Konzept Geld verdienen lässt.

Manch einer meint, die Frage des Erfolgs hänge von den Produkten und den Preisen ab. Tut es auch. Aber nicht nur. Vollständig zu überzeugen vermag nur der, dessen Versand auch rassig funktioniert. Heute bestellt. Morgen im Briefkasten. Übermorgen vergessen. Das muss Schlag auf Schlag gehen. Ich mag doch nicht am Donnerstag schon wieder ein Gadget bestellen, wenn ich das vom Montag noch nicht einmal erhalten habe.

Gudi hat das leider noch nicht verstanden. Definitiv. Gemäss Info erhalten die morgen erst das Produkt, das ich vor fast zwei Wochen bestellt habe. So geht das nicht, he.

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