Freitag, 27. August 2010

Detlef und Mariechen

Zur Geschichte: Naive zukünftige Schauspielerin, ohne Ahnung von der Privatspäre-Einstellung auf Facebook, meldet sich zum Casting bei Popstars. Da spielt sie einen auf 'hässliches Entlein' und trifft gezwungenermassen ein arrogantes Jury-Mitglied namens Detlef, gerne auch nur mit einem Buchstaben und Ausrufezeichen geschrieben. Vermutlich ist das sogar ein Markenname, den zu wiedergeben ich tunlichst vermeide.

Der selbstherrliche Tänzer ist skeptisch oder hat es gemäss Skript zu sein. Kurz: Man glaubt dem Mariechen die Geschichte nicht und will wissen, wer sie wirklich ist. Facebook sei Lob und Dank, schnell ist das Mädel entlarvt, hat sie ihre Verarschungsaktion doch klar und deutlich (und öffentlich) im Facebook-Profil angekündigt und als eine Art Selbsttest deklariert. Schön und gut. Von solchen Figuren und Geschichten lebt die Sendung, wegen ihnen lässt sich überhaupt eine abendfüllende Sendung darüber machen, wie junge Leute vor drei Jury-Menschen, die selbst vermutlich kaum das können, was sie zu beurteilen haben, ein Liedchen singen.

Aber der Egozentriker hat das, immer noch wegen dem Skript, nicht verstanden. Er meint, und ich finde das süss, dass die Kandidaten die Sache alle ganz ernst nehmen. Und Mariechen das auch sollte. Und weil sie das nicht tut, muss sie ganz schnell verschwinden. Und Klappe halten.

Da hätte der Tanzlehrer wohl besser darauf bestanden, das Skript umzuschreiben. Denn er kommt da nicht nur überheblich (das kennt man ja schon), sondern auch völlig unqualifiziert rüber. Davon, dass er ein schlechterer Schauspieler als Mariechen ist, mal abgesehen.

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