Montag, 12. Juli 2010

Dämliche Fotoregeln beim Staat

Früher haben wir oft Passföteli getauscht. Allein, zu zweit oder in Gruppen setzten wir uns in die Fotokabinen und gaben uns danach gegenseitig Andenken. Und wenn die Behörde mal ein Bild für Führerschein, ID oder Pass benötigte, hat man sich eines aus diesen Sammlungen gekrallt. Und heute? Heute geht das nicht mehr. Aber sowas von definitiv nicht mehr.

Heute hat der Staat Ordnung in die Sache gebracht und ganz genau definiert, wie ein Passfoto auszusehen hat. Auf den Millimeter genau. Ein Lächeln? Geht nicht, aber hallo? Wenn jeder Lachen würde auf offiziellen Fotos? Was würde da die ausländische Einreisebehörde denken? Abstand zum oberen Bildrand? Fünf Millimeter. Und das Gesicht hat nicht nur mittig sondern auch 34 mm hoch zu sein. Zuviel Kontrast ist genau so ein "No Go" wie zu wenig, Unschärfe oder glänzende Stellen im Gesicht.

Ich kann mir ein bisschen vorstellen, dass die ID-Behörde sich mit ziemlich quirligen Vögeln auseinander zu setzen hätte, gäbe es keine klaren Richtlinien. Und die werden übrigens auch knallhart (um nicht zu sagen völlig übertrieben) durchgesetzt, wie wir aus erfahrener Quelle erfahren haben. Aber was ich definitiv nicht verstehe: Wie kann eine Foto mit Haarband oder Baseball-Cap abgelehnt, gleichzeitig aber eine Kopfbedeckung, die gerade mal das Gesicht freilässt, akzeptiert werden? Das nenn' ich ja mal lächerlich.

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