Donnerstag, 15. Juli 2010

Abendgebet: Gelassenheit gesucht

Man sollte sich nicht zu sehr aufregen im Leben. Jeder weiss das. Die wenigsten können das "Sich-Nicht-Aufregen" erfolgreich im Alltag umsetzen. Besonders wenn der Alltag im Beruf gemeint ist. Aber auch sonst.

Wer sich mit einer Sache oder Aufgabe identifiziert, der ärgert sich unweigerlich, wenn's nicht so läuft, wie es sollte. Oder wie man zumindest denkt, dass es sollte. Da ist der Lieferant, der statt zu liefern nur verrechnet. Da ist der Kunde, der die ganze Bestellung fünf Minuten vor zwölf nochmals umstellt. Da sind all' die Leute, die nur den eigenen Garten sehen.

Warum kann mir das nicht einfach am Arsch vorbei gehen? Ist ja nicht meine Firma. Ich krieg' da nur mein Salär, um das zu tun, was der Arbeitgeber von mir will. Warum muss ich mich auch immer gleich so sehr mit der Sache identifizieren als wär's meine Bude?

Und im Strassenverkehr erst, warum hetze ich im Schlangenlinienkurs durch den Stau, obwohl ich weiss, dass ich im besten Fall Sekunden gewinne? Warum nerv' ich mich, wenn der Vordermann an der Ampel drei Sekunden lang Grün übersieht? Und warum ärgern mich ein paar Minuten meines Lebens manchmal so sehr?

Lieber Gott, bitte schenk mir ein bisschen mehr Gelassenheit. Und ein bisschen, nur ein bisschen mehr Gleichgültigkeit. Fürs Geschäftliche. Wirklich nur ein bisschen.

Kommentare:

  1. Ich glaube du siehst das zu eng. Locker bleiben, locker bleiben.

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  2. Du musst das ja wissen... nach deinem heutigen Beitrag. :-)

    Aber schön, dass du da angekommen bist.

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