Montag, 14. September 2009

Funktionserweiterung à gogo

Ich versteh’ die Strategie der Gadget-Hersteller nicht mehr. So sie denn überhaupt eine haben und das Ganze nicht einfach ein Ausprobieren ist.

Längst können Mobiltelefone Termine und Kontakte verwalten, wobei Letzteres ja durchaus naheliegend ist. Seit einigen Jahren können sie aber auch Fotografieren und Filmen. Mitunter in Auflösungen, die vor Kurzem noch nicht einmal eigens dafür hergestellte Geräte, sogenannte Digitalkameras, kannten.

Während ich schon lange darauf warte, dass Digitalkameras zu telefonieren lernen, wird aus dem Handy so nebenbei ein GPS-Empfänger und damit ein Navigationsgerät. Navigationsgeräte lernen dafür, wie man als Bluetooth-Freisprecheinrichtung funktioniert. Und wie man Musik abspielt. Was Mobiltelefone längst können, obwohl MP3-Player noch nicht zu telefonieren vermögen. Dafür haben sie seit Neuestem eine Digitalkamera eingebaut. Gaga.



Doch die Digitalkamera kann immer noch nicht telefonieren. Und auch nicht Musik abspielen. Dafür hat sie in manchen Fällen einen GPS-Empfänger bekommen. Navigieren kann sie aber trotzdem nicht. Aber das Navigationsgerät kann ja auch nicht fotografieren. Noch nicht. Oder wird das gar nie was?

Warum lernen einige Geräte ihnen völlig fremde Funktionen, während andersrum alles beim Alten bleibt? Kann ein Navigationsgerät irgendwann filmen, eine Videokamera irgendwann navigieren oder ein MP3-Player irgendwann telefonieren?

Klar, einige Geräte können bereits alles Aufgezählte dank Zusatzsoftware. Aber gehört die Zukunft Geräten wie dem iPhone, die alles ein bisschen können? Oder geht das irgendwann wieder eher Richtung Spezialgebiet? Ich bin gespannt. Doch den Sinn einer Kamera im MP3-Player verstehe ich wirklich nicht. Aber der Markt beweist ja auch fast täglich: Sinn ist keine Voraussetzung für Absatz.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen