Freitag, 14. August 2009

Postcrossing: Wenn Web auf Realität trifft

Eigent.li/ch bin ich davon ausgegangen, dass Postkarten schon bald Geschichte sind. Viel einfacher lässt sich ein Foto mit der handyeigenen Kamera schiessen und per Email oder meinetwegen MMS verschicken. Geht schneller. Kann persönlicher sein. Und kostet – trotz Roaming – meistens unwesentlich mehr.

Doch das Webangebot “Postcrossing” macht meiner Vision in Sachen Postkarte einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Motto “Schick fünf Postkarten in die Welt und erhalte von ihr fünf zurück” verteilt der Service zufällig Empfängeradressen an seine Mitglieder, die denen dann Postkarten schicken. Für jede, deren Empfang bestätigt wurde, gibt’s i.d.R eine von irgendwoher zurück.

Die Vergabe erfolgt zufällig, das Zielland kann nicht ausgesucht werden. Mit dieser Adresse ist eine eindeutige Identifikationsnummer nach dem Schema DE-12345 verknüpft. Die Buchstaben stehen dabei für das Land, in dem der Absender wohnt, die Zahlen werden pro Land aufsteigend vergeben. Beim Schreiben der Postkarte ist der Absender an keinerlei Regeln gebunden, es muss lediglich die ID wieder auf der Postkarte auftauchen, damit der Empfänger den Empfang bestätigen kann. Ist eine verschickte Postkarte angekommen, gibt der Empfänger die ID ein. Dadurch wird die Absenderadresse automatisch wieder freigegeben und wird nun per Zufallsprinzip wieder verteilt. So kann man nur eine Postkarte erhalten, wenn man selbst eine verschickt hat.
Quelle: Wikipedia

Natürlich witzig und sicherlich interessant, was da so an internationalen Postkarten reinkommt. Doch anderseits auch mit Kosten verbunden. Und irgendwie völlig gegen den Strom der Entwicklung. Fehlt lediglich noch die Funktion “Kettenbrief”, wonach man fünf Karten verschickt, dafür 25 zurück erhält. Sowas hatten wir doch zu Schulzeiten mal…

gesehen bei Big2k.net

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