Samstag, 28. März 2009

Die Firmen tun nix gegen die Krise

Was beschäftigt Chefetage und Bürogumme aktuell gleichmassen? Es herrscht Krise. Der Verkauf bricht ein. Wir haben Überkapazitäten, zu wenig Aufträge und hohe Fixkosten. Doch kaum einer tut etwas dagegen. Die meisten Firmen jedenfalls nicht. Im Gegenteil. Sie kurbeln die Krise noch an. Und sind sogar stolz darauf. Ohne es zu realisieren.



Das einzige, was die Firmen direkt, effektiv und vor allem schnell beeinflussen können, sind die eigenen Fixkosten. Salärkürzung hier, Stellenabbau da und einen neuen Bleistift gibt’s nur auf Antrag. Geschäftsessen höchstens noch im McDonalds und bei den Hotelübernachtungen purzeln die Sterne. Sparsamkeit ist angesagt. Das Geld wird – wenn irgendwie möglich – nicht mehr ausgegeben.

Damit tun sie genau das, wofür sie den Markt zur Zeit hassen: Zurückhaltung bei Investitionen. Die alte Uhr tut’s noch ein Jahr, der Wagen ist eigentlich noch ganz ok und den Wintergarten können wir auch erst nächstes Jahr bauen. Wenn Wirtschaft schon darunter leidet, dass die Leute “auf dem Geld hocken bleiben”, warum verhalten sie sich dann genau gleich? Meint da irgendjemand, die Menschheit würde wieder vermehrt auf Shopping-Tour gehen, wenn man Saläre kürzt und Stellenabbau betreibt? Und man das alles als Folge der globalen Krise “verkauft”?

Wer Unsicherheit sät, wird Unsicherheit ernten. Schaut denn keiner über den Tellerrand und denkt mal einen Schritt weiter? Unglaublich! Studiert man dafür jahrelang im Ausland an renommierten Schulen?

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