Samstag, 28. März 2009

Google Suchresultate als RSS-Feed

Schon lange mache ich mir Sorgen, warum Google das nicht längst realisiert hat: Die Möglichkeit, eine Google-Suche bzw. deren Resultate als RSS-Feed zu abonnieren. Natürlich, sowas würde den hauseigenen Alert-Dienst konkurrieren. Allerdings halte ich, wenn’s nur ein entweder-oder gibt, den RSS-Feed für wesentlich interessanter. Emails kriege ich auch ohne Alerts schon genug mehr als genug.

Die Firmen tun nix gegen die Krise

Was beschäftigt Chefetage und Bürogumme aktuell gleichmassen? Es herrscht Krise. Der Verkauf bricht ein. Wir haben Überkapazitäten, zu wenig Aufträge und hohe Fixkosten. Doch kaum einer tut etwas dagegen. Die meisten Firmen jedenfalls nicht. Im Gegenteil. Sie kurbeln die Krise noch an. Und sind sogar stolz darauf. Ohne es zu realisieren.

Dienstag, 24. März 2009

Bedenkliches Niveau auf Facebook

Zur Zeit scheinen auf Facebook grad die verschiedensten Quiz-Formen stark in Mode zu sein. Mittlerweile sehe ich die Mitteilung, wonach XY gerade das Quiz “Welcher Schauspieler bist du” oder etwas ähnliches gemacht hat, nicht mehr. Denn taucht das mehr als ein, zwei Mal auf, lasse ich diesen Freund verschwinden. Virtuell, in der Facebook-Timeline.

Mittlerweile scheint unter den Entwicklern ein richtiger Wettkampf entbrannt zu sein, wer am schnellsten neue Quiz ins Rennen schickt. Zeit, wenigstens den Titel nochmals durchzulesen oder anständig übersetzen zu lassen, bleibt in der Hitze des Gefechts nicht mehr. Anders kann ich mir solche Quiz-Titel jedenfalls nicht erklären.

Es wäre jetzt an der Zeit, dass Facebook eine Qualitätskontrolle für Drittanbieter einführt. Denn auch wenn da klar steht, dass die Applikationen nicht von Facebook kommt, wecken sie doch unwiderruflich den Eindruck, das allgemeine Niveau auf Facebook zu widerspiegeln.

Freitag, 20. März 2009

Ich bin halt kein Journalist


Bridgestone Deutschland will den hektikgesegneten Journalisten behilflich sein. Das ist löblich. Doch das Versprechen hat den Beigeschmack von Ironie:
Journalisten arbeiten stets unter Zeitdruck und mit klar definierten Deadlines. In diesem Bewusstsein versucht Bridgestone stets, Sie über aktuelle Konzernentwicklungen auf dem laufenden zu halten.
Was sich eigent.li/ch via drei Klicks finden lässt, dauert wegen der Response-Zeit fast minutenlang. Vermutlich hat deren Server erkannt, dass ich halt doch kein richtiger Journi bin.

Mittwoch, 18. März 2009

Es kann nur Amerika geben


So denken wohl die Typen, die solche Registrierformulare entwerfen.
Dass für die Anmeldung zu einem per Email versandten Newsletter Daten wie Strasse, PLZ und Ort als Pflichtfelder erscheinen, ist an sich schon frech genug. Wenn in der Auswahl “State/Province” nur US-Bundesstaaten ausgewählt werden können, dann ist das zusätzlich auch noch mühsam. Denn auch dieses Feld ist Pflicht. Und es findet ein Quervergleich zwischen “State” und “PLZ” statt.
Mit anderen Worten: Man überlässt mir als Nicht-Amerikaner die Wahl, entweder auf den Newsletter zu verzichten, oder eine falsche Postleitzahl anzugeben. Eine korrekte Eingabe als “Ausländer” ist nicht möglich.
Nun, wir Europäer dachten früher ja auch, dass da draussen nichts als Wasser wäre…

Dienstag, 17. März 2009

Der Segway bekommt Füsse


Nicht zwei, nicht vier, einen ganzen Haufen. Und er heisst nicht (mehr) Segway, sondern Cajun Crawler. Wozu das gut sein soll, weiss niemand so recht. Aber man kann’s bauen. Während beim Vorbild mit Rädern eher die Elektronik die grosse Herausforderung darstellte, dürfte dieses FahrzeugGehzeug vor allem aus mechanischer Sicht faszinieren.

Montag, 16. März 2009

Vom Autowerk zum Erlebnispark


Mit sterbenden Automarken, sinkender Werksauslastung und kurzarbeitenden Mitarbeitern ist die Autoindustrie gewzungen, sich nach alternativen Einkommensquellen umzusehen. Der Weg zum Erlebnispark ist naheliegend, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Insbesondere wenn dieser zweite Blick auf das untenstehende Video fällt. Das zeigt nämlich einen leicht entfremdeten Einsatzzweck eines Fertigungsroboters.
Vermutlich dürfte da allerdings noch der TÜV oder eine artverwandte Institution ein Wörtchen mitreden. Denn sowohl Kopf wie Beine sind doch ziemlich verletzungsgefährdet.

Samstag, 7. März 2009

In Geographie durchgefallen (NH Hotels)


Es scheint, dass der Schweiz das Land knapp wird. Jedenfalls wenn es nach den NH Hotels geht. In deren Broschüre sind nämlich alle Hotels weltweit aufgeführt. In der Schweiz gibt es davon vier (klick auf die Abbildung). Eines am Bodensee (Zürich-Glattbrugg), eines am Zürichsee (Luzern), in der Agglomeration von Bern (Fribourg), sowie in einem Vorort von Lausanne (Genf).
Das Tessin und den Süden von Graubünden haben wir übrigens an Italien abgetreten, während Belgien in Frankreich einmarschiert ist. Ist das nur peinlich oder extrem peinlich? Von einem international vertretenen Hotel hätte ich… ein bisschen mehr Geographie-Kenntnisse erwartet.
Zum Vergleich: CH-Karte bei Wikipedia

Würdest du da mitfahren?

Freitag, 6. März 2009

So soll ein Corporate Blog sein, finde ich.


Blogs, die von Unternehmen als Kommunikationsplattform genutzt werden, sind im deutschsprachigen Europa noch nicht weitverbreitet. Meiner Meinung nach wird sich das noch stark ändern. Wenn nicht, machen die Firmen einen Fehler und ignorieren ein Instrument, das viel beim Markenaufbau helfen könnte. Dann jedenfalls, wenn sie den Lesegewohnheiten des Zielpublikums entsprechen: Kurz, knackig und mit persönlicher Note.
Zwar kein Corporate Blog im eigentlichen Sinn, aber dennoch in diese Richtung geht “Jamie on the Blog“.
Ein LKW-Fahrer-Azubi berichtet über einiges rund um LKWs, vor allem aber seine Lehre. Dass da Traveco, seine Lehrfirma unvermeidbar mit im Zentrum steht, ist naheliegend. Und obwohl ich weder zu den potentiellen Kundschaft gehöre, noch sonst was mit schweren Nutzfahrzeugen zu tun habe, hat sich der Name schon ein wenig in meinem Gehirn festgekrallt. Damit hat Jamie bereits nach wenigen Beiträgen ansatzweise das erreicht, was die Aufgabe eines Corporate Blogs wäre.
Seine Begeisterung für Trucks erkennt man sofort und die geschilderten Erlebnisse sind unterhaltsam und durchaus interessant. Gerade auch für Nicht-Trucker wie mich, die sich zwar über Elefantenrennen nerven, ansonsten aber ehrfürchtig zu den hohen Kabinen hinaufschauen.
Ich vermute, dass die meisten Personen, die Traveco mutmasslich ansprechen wollte, wenn sie denn einen Corporate Blog hätten, ähnliches über Jamies Blog sagen würden. Wenn sie ihn denn kennen täten. Es ist ja kein Corporate Blog. Zumindest kein offizieller. Ich wage die Behauptung, dass Traveco nur gewinnen könnte, wenn sie einen Firmenblog in diesem Stil aufbauen würden. Mit viel Freiraum für Persönliches. Nur Mut.

Montag, 2. März 2009

Falscher Ablauf

Starbucks macht’s richtig. McDonalds unterdessen auch. Aber die unzähligen Imbussbuden haben’s noch nicht geschnallt. Es ist zwar psychologisch nett, dass ich erst meinen Hot Dog erhalte und dann zahlen muss. Damit habe ich zuerst die Ware und muss erst dann dafür zahlen. Doch Sinn macht das leider nicht.

Ein Hot Dog kostet CHF 4.50, ich zahle mit einer Zehner-Note. Nun stehe ich da, den Hot Dog in der einen, das Rückgeld in der anderen Hand. Und wie kriege ich jetzt das Retourgeld in die Börse? Einhändig? Soll ich den Hot Dog unter den Arm klemmen? Oder gar auf die bakterienverseuchte, einmal wöchentlich gereinigte Theke ablegen?

Liebe Leute, wickelt zuerst den Bezahlprozess ab, damit ich mein Zurück-Geld verstaut habe und dann den Hot Dog entgegennehmen kann. Danke.

PS: Und irgendwann kommt der Tag, wo ich nichts mehr bei euch kaufe, wenn ihr mit den gleichen Händen, mit denen ihr mein Geld entgegennehmt, zählt und in der Kasse verstaut, auch meinen Hot Dog anfasst. Eigentlich find’ ich das umso widerlicher, je länger ich darüber nachdenke.