Montag, 15. Dezember 2008

Erkenntnisse aus einer Wohnmobil-Woche

Es war grundsätzlich herrlich. Und Ferien im Wohnmobil oder, wie der Deutsche zu sagen pflegt, Reisemobil sind genau das, was uns gefällt. Allen voran natürlich den Kindern, klar. Doch es gibt auch einige Dinge rund ums Wohnmobil, das mich verwundert und mitunter den Kopf schütteln lässt.

Anreise-Tag entscheidend
Dass man ohne Reservation einfach so noch einen Platz bekommt, ist alles andere als sicher. Fast fünfzehn Anrufe hat’s gebraucht in unserem Fall. Verdächtig, wie viele erst nach der Aufenthaltsdauer gefragt und erst dann ‘full house’ gemeldet haben. Leute, die eine oder zwei Nächte bleiben und dabei den gleichen Aufwand verursachen wie Wochenaufenthalter, nimmt man lieber nicht. Jedenfalls nicht so lange die Welle an länger bleibenden Campern noch im Rollen ist. Da die meisten Leute am Samstag anreisen, ist das kein guter Tag. Wer’s sich einrichten kann, reist besser erst anfangs Woche an. Wir haben unter der Woche jedenfalls auf jedem Platz noch freie Plätze gesehen oder gemeldet bekommen. Leider geht die Mitte-Woche-Anreise in der Regel nicht mit Mietmobilen.
Geschmacksverstauchung
Die heutigen modernen Reisemobile sind nicht selten schöner möbliert als so manche kleine Wohnung. Aber definitiv nicht im Griff haben die Mobil-Bauer die Auswahl der Polsterstoffe. Fast ausnahmslos sehen die Sitzflächen und -lehnen aus als wären sie einem Museum für die Stile der 70er und 80er Jahre entnommen. Gibt’s da draussen wirklich Kunden unter 60 Jahren, denen die zur Verfügung stehenden Polstermuster gefallen?
Eine Woche ist zu kurz
Reisemobile sind nicht günstig. Schon gar nicht in der Miete. Das ist der Hauptgrund, weshalb wir uns für eine Einzelwoche entschieden hatten. Das war aus finanzieller Sicht wohl richtig, ansonsten aber nur falsch. Der Vorteil eines Reisemobils im Gegensatz zum Caravan besteht darin, dass man eher den Campingplatz wechselt, weil der Auf- und Abbau wesentlich schneller vonstatten geht. Nur: Ein Tag geht mit Abholen (nachmittags) und Rückgabe (vormittags) drauf, bleiben sechs Tage. Rechnet man einen Tag je für Hin- und Rückreise ein, bleiben noch vier. Will man aber etwas vom Strand, Dorf und Campingplatz sehen, sind drei Tage so ziemlich optimal. Für einen Tag noch weiterziehen lohnt sich nicht. Hätten wir noch eine Woche gehabt, hätten wir wohl mindestens zwei Campingplätze mehr gesehen.
Ja, der Text scheint nicht so ganz in die Saison zu passen. Aber ich hab’ den Artikel eben gerade gefunden. Scheinbar hab’ ich damals aus mir jetzt nicht mehr bekannten Gründen darauf verzichtet, ihn zu veröffentlichen.

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