Samstag, 29. November 2008

Bye Bye Billag -2-

Es gibt Dinge, die muss ich wohl nicht verstehen. Zum Beispiel weshalb wir mehr Radio- und TV-Gebühren zahlen müssen als nötig, nur weil wir sie nicht direkt dahin zahlen, wo sie gebraucht werden. Durchschnittlich zwanzig Franken pro Haushalt steckt sich die mit dem Inkasso der genannten Gebühren beauftragte Billag in die eigene Tasche. So kommen relativ hohe zweistellige Millionenbeträge an Umsatz zusammen. Viel jedenfalls für eine Firma, die nichts macht, ausser Geld einzutreiben; kein eigenes Produkt, kein Mehrwert für den Kunden, nichts. Nada.
Dabei sind die zu bezahlenden Gebühren staatlich verordnet. Da stellt sich die Frage, weshalb sie denn nicht auch staatlich eingefordert werden. Mit der Steuererklärung wäre da ein bestehendes Instrument, das sich hervorragend eignen würde. Keine Minute Mehraufwand für irgendwer, wenn da einfach pauschal je Haushalt ein bestimmter Betrag einkassiert würde. Und die 55 Millionen, die heute die Billag (eine Tochter von Swisscom übrigens, also auch halbwegs in Staatsbesitz) einsteckt, wären nicht mehr verloren. Die Initiative “Bye Bye Billag” will das erreichen.

Kommentare:

  1. Eine Unterschriftensammlung um die Empfangsgebühren abzuschaffen wurde am 12.11.2013 gestartet.

    Unterschriftenbogen zum Ausdrucken und Einsenden:
    www.solidarische.ch/billag/Radio_und_Fernsehen_-_ohne_Billag.pdf

    Informationen unter:
    www.solidarische.ch/billag

    Auszug aus dem Initiativtext:
    Eidgenössische Volksinitiative 'Radio und Fernsehen – ohne Billag'
    "Radio und Fernsehen finanzieren sich selbst. Der Bund erhebt keine Empfangsgebühren. Das Empfangen von Programmen begründet keine Beitragspflicht."

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  2. Das wär' jetzt auch ohne Anonymität möglich gewesen, nicht?

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