Dienstag, 6. Dezember 2016

Fehler entdeckt und deswegen verurteilt

Nun, wir kennen nicht die ganze Geschichte. Aber angeblich soll ein Journalist in der Westschweiz wegen Umzugs zweimal die Abstimmungsunterlagen erhalten haben, einmal an den alten und einmal an den neuen Wohnort.

Er versuchte (aus Neugierde?) zweimal abzustimmen und war (angeblich) erstaunt, dass das System seine Doppelstimme akzeptierte. Daraufhin meldete er (angeblich) den Fehler und wurde kurz darauf angezeigt wegen Wahlbetrug und verurteilt.

Die paar hundert Franken Busse und Verfahrenskosten dürften nicht sonderlich wehtun, zumal die wohl sein Arbeitgeber, das Westschweizer Fernsehen, übernimmt. Da hat der Herr nämlich zum Thema einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht.

Ich wundere mich im ersten Moment darüber, dass die Schweiz lieber jemanden verurteilt statt dafür zu belohnen, dass er einen Fehler aufdeckte. Aber wie gesagt, die ganze Geschichte kennen wir nicht.

Vielleicht hätte der schlaue Journalist eine Verurteilung verhindert, wenn er einmal auf JA und einmal auf NEIN gestimmt und damit seine doppelte Stimme quasi selber obsolet gemacht hätte. Vielleicht.

Auf jeden Fall find' ich's schon etwas übertrieben, wegen einer Stimme zu viel das Ganze als "Wahlbetrug" zu bezeichnen. Lächerlich.

Quelle: http://www.inside-it.ch/articles/45879

Montag, 5. Dezember 2016

Symbolbilderlangeweile

Symbolbilder sind an sich eine tolle Sache. Für den Stock-Fotografen bieten sie - denke ich zumindest - eine nette Einnahmemöglichkeit. Für die Journalisten bringen sie Farbe in den Text, ohne dass für viel Geld eigens ein Fotograf her muss.

Ein Bild in einem News-Text soll wohl primär die Aufmerksamkeit des Lesers auf den Text lenken, vielleicht in einigen Fällen auch noch bildlich erklären, was im Text steht.

An sich, wie gesagt, also eine spannende Sache. Wenn man Symbolbilder aber so langweilig und gleichgültig einsetzt wie die Online-Redaktion des Zürcher Oberländers, dann geht der Schuss nach hinten los. Drei unterschiedliche Newsmeldungen, alle mit dem gleichen Symbolbild, sagen mir nur eins: Die Redaktion verfolgt das Konzept "Hauptsache es ist ein Bild dabei".


Wenn so offensichtlich immer gleiche Symbolbilder verwendet werden, sinkt in meinen Augen die Glaubwürdigkeit und Bedeutung der verwendeten Bilder auf diesem Online-Portal grundsätzlich.

Dienstag, 29. November 2016

Baum bohrt sich in Wohnmobil

Baum bohrt sich in Wohnmobil? Das klingt ja ganz so, als wäre der Baum schuld am Unfall?! Vielleicht war's ja so: Das Wohnmobil stand auf der Wiese geparkt, da kam dieser unverschämte Baum und hat sich derart gegen das Wohnmobil geschmissen, dass er sich tief in die Front eingrub. War sicher einer dieser unberechenbaren Sprungbäume. Dem Fahrer wünsche ich natürlich so oder so gute Besserung!

 http://www.maz-online.de/Lokales/Prignitz/Baum-bohrt-sich-in-Wohnmobil

Dienstag, 1. November 2016

Kamera-Drohnen verbieten

Kopterfliegen macht Spass. Dabei filmen und fotografieren zu können aus Perspektiven, die sonst nicht möglich sind, macht noch mehr Spass. Bei so viel Spass ist es naheliegend, dass bald Verbote und gesetzliche Restriktionen kommen. Das war jetzt zwar etwas zynisch, aber ganz unrecht habe ich damit wohl nicht.

Betroffen und damit Taktgeber in Sachen Gebote und Verbote sind im Falle von Kameradrohnen ja vor allem zwei Bereiche: Die Luftfahrt wegen Kollisionsgefahr und Störungspotential und die Datenschützer wegen der Wahrung der Privatsphäre.

Interessant finde ich diesbezüglich ja, dass die Luftfahrt, von der ich am ehesten hartes Durchgreifen erwartet hätte, ziemlich liberale Restriktionen durchgibt, die den Kopterpiloten im Speziellen und den Modellflug-Pilot im Allgemeinen verdankenswerter Weise nur wenig einschränkt. Nämlich meistens da, wo man mit gesundem Menschenverstand vermutlich selber auf die Idee käme, nicht zu fliegen. Gut, ein paar Ausnahmen insbesondere bezüglich der Auslegung gibt es, aber im grossen Ganzen ok.